Hawaii
USA

Hawaii – Aloha im Paradies!

Nach der zweiwöchigen Rundreise durch den Südwesten der USA stand für uns Ende Juli 2019 die letzte Woche unserer Hochzeitsreise an: eine Woche auf Oahu im Rainbow State Hawaii!

Die letzten Tage am Festland hatten wir in LA verbracht [Blogpost Los Angeles]. Neun Stunden Zeitunterschied trennten uns in Los Angeles von zuhause. Nun sollte es nochmals weitere 4.000 Kilometer weiter weg gehen, auf eine Inselgruppe, die 12h Zeitunterschied zu Wien hat. Nach einem angenehmen sechsstündigen Flug, von Los Angeles nach Honolulu, starteten wir in die letzte Woche unseres Honeymoons auf der Insel Oahu.


Insel Oahu – das Herz von Hawaii

Oahu ist eine der sechs Inseln auf Hawaii, die auch für Touristen zugänglich sind. Gesamt gibt es tatsächlich 137 hawaiianische Inseln – acht davon sind bewohnt, aber nur sechs für Touristen zugänglich. Der Flughafen in Oahu liegt in Honolulu. Als wir am Flughafen ankamen erwartete uns eine ganz urige – oder in anderen Worten ausgedrückt – eine etwas in die Jahre gekommene Ankunftshalle. Als die Koffer zum Gepäckband gebracht wurden, läutete einige Sekunden lang eine schrille Glocke – genau wie damals die Schulglocke. Überall kamen uns Touristen mit bunten Blumenketten und Hawaii-Hemden entgegen. Wir fragten uns, ob wohl auch die Einheimischen hier so aussehen würden oder bloß Touris. Ob das wirklich so war, wird sich im Laufe dieses Beitrags noch herausstellen…


„Shaka“ und der berühmte Aloha Spirit

SHAKA bedeutet so viel wie „immer locker bleiben“ und ist das Motto der Hawaiianer. Das Shaka-Zeichen, auch bekannt als der „Surfergruß“, ist eine typisch hawaiianische Begrüßungsgeste. Wir dachten anfangs, dass wir diese Geste bestimmt nur bei Surfern sehen würden. Aber: Kaum weggefahren von der Mietwagenstation ließen wir in Honolulu einen Hawaiianer auf unseren Fahrstreifen einordnen. Dieser bedankte sich bei uns indem er uns ein „Shaka“ entgegenstreckte, was für uns wie eine Begrüßung auf dieser faszinierenden Insel galt und das Zeichen dafür war, in einem Staat gelandet zu sein, der so ganz anders war als die anderen amerikanischen Bundesstaaten, die wir in den letzten zwei Wochen besucht hatten. Die Geste kam uns danach noch zig-Male unter – sowie auch das „Aloha“ für Hallo und „Mahalo“ für Danke.

Auch überrascht haben uns die unzähligen Hawaii-Hemd-Träger, denn auch hier dachten wir anfangs, dass eher nur Touristen in Hawaiihemden herumlaufen werden. Doch auch hier erfüllt die Insel das Klischee: Hawaiihemden soweit das Auge reicht! Ob Tourist oder Einheimischer: egal welche Modetrends aktuell um die Welt gehen – hier wird auf das Blumenmuster gesetzt! Die Hawaiianer wollen damit deren fröhliches, positives Lebensgefühl verbreiten, den sogenannte Aloha Spirit – und der kommt bestimmt nie aus der Mode!

Der hawaiianischen Kultur ist es wichtig, den Körper und die Seele in Einklang zu bringen, gute Energie zu erzeugen und weiterzugeben. Der Aloha Spirit, also dieses Bedürfnis nach Harmonie zwischen Mensch und Natur, macht mitunter aus der Insel das Paradies, das wir mit Hawaii verbinden.


Rainbow state Hawaii: Klima / Wetter auf Oahu

Auf Hawaii sahen wir tatsächlich jeden Tag mindestens einen Regenbogen und einmal sogar gleich drei gleichzeitig. Das Wetter auf Hawaii spielt einfach jeden Tag verrückt. Als wir an einem Nachmittag am Strand die Sonne genossen, regnete es plötzlich für wenige Minuten so stark, dass wir überlegten zu gehen. Da sich aber die Einheimischen rund um uns vom Regen nicht beirren ließen (weil das ja anscheinend ganz normal ist auf Hawaii), blieben wir ebenfalls auf unseren Handtüchern liegen und ließen uns die Regentropfen auf unsere Haut prasseln (was anfangs ehrlich gesagt schon recht eigenartig war, aber wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß dabei). Wenige Minuten später war plötzlich keine einzige Wolke mehr am Himmel zu sehen. Die Sonne zeigte sich schnell wieder von ihrer besten Seite und der Himmel präsentierte uns einen Regenbogen wie aus dem Bilderbuch.

Generell änderte sich unsere Einstellung zu „gutem Wetter“ auf Hawaii wesentlich. An manchen Urlaubsdestinationen scheut man bei Regen Wanderungen oder Ausflüge zum Strand. Doch Hawaii stellte mit seinem launischen Wetter das Erlebnis an sich in den Vordergrund. Ob bei strömenden Regen durch den Regenwald oder im Kajak paddelnd am Meer während es aus Eimern schüttete – auf Hawaii waren wir zu keinem Zeitpunkt traurig, wenn es kurz mal regnete, da wohl erst diese „Laune der Natur“ dieser Insel einen gewissen Charakter verleiht und so zum wahren Paradies auf Erden macht.

Wir möchten jedoch festhalten, dass diese Regenfälle auf Hawaii meist für nur ganz kurze Zeit andauern. Die Insel ist also auch für Sonnenanbeter ideal. Wir hatten jeden Tag fast durchgehend strahlenden Sonnenschein, der zwischendurch nur unterbrochen wurde durch ein paar wenige Minuten Regen.

Und nun zu unserer Entdeckungstour auf Oahu: Wir haben euch hier festgehalten, welche Abenteuer wir erlebt haben, wo die absoluten Traumstrände auf dieser Insel zu finden sind und welche Hikes ihr auf keinen Fall verpassen dürft! Viel Spaß beim Lesen und inspirieren lassen 🙂


TAG 1: Ankunft an der Ostküste von Oahu

Am Flughafen Oahu angekommen mussten wir in die Innenstadt Honolulus, da sich dort die meisten Mietwagenstationen befinden. Auch auf Oahu gibt’s Uber, was wir dann gleich für die Fahrt vom Flughafen Honolulu zum Mietwagenverleih nutzten, da wir für die ersten fünf Tage einen Mietwagen gebucht hatten. Wir buchten unseren Wagen über die Plattform Check24 und es verlief alles einwandfrei.

Die erste Fahrt ging dann gleich raus aus der Stadt Honolulu in Richtung Ostküste. Wir fuhren auf den „Pali Highway“ auf – eine ikonische Straße in Hawaii und es wird jedem empfohlen diese Straße zumindest ein Mal zu fahren. Wir mussten jedoch leider auf halber Strecke umkehren, da plötzlich mitten auf der Straße Baustellen-Schilder standen und die Weiterfahrt versperrten. Uns ist im Laufe der folgenden Woche aufgefallen, dass die Hawaiianer Straßensperren oder Baustellen oft nicht gut beschildern. Eine Alternativroute war dank Navi rasch gefunden und wir konnten dann schlussendlich eine halbe Stunde später unser Airbnb in einer Villa in Kailua erreichen.


Ankunft in Kailua / Ostküste

Kailua ist ein Ort an der Ostküste Oahus. An diesem paradiesischen Ort sucht man vergebens nach großen Hotels. Der Ort Kailua will die einzigartige Ruhe, die man hier – im Gegensatz zu Honolulu – noch genießen kann, bewahren. Will man dennoch genau hier in Kailua Urlaub machen und sich somit auch mal wie ein Einheimischer fühlen, bucht man am besten bei Airbnb, denn davon gibt es in Kailua ein paar wenige (unbedingt früh genug buchen, da das Angebot recht begrenzt ist!).

Wir buchten bereits ein halbes Jahr vor der Reise ein Apartment bei einer Dame namens Susan, die eine Strandvilla mit großem Garten und Pool in Kailua besitzt. Sie wohnt dort im Haupthaus der Villa und wir waren im Apartment nebenan untergebracht. Susan war überaus bemüht all unsere Wünsche zu erfüllen. Da Sie den ganzen Tag arbeitete, hatten wir die Villa, deren Räume wir mitbenutzen durften, so gut wie für uns alleine.

Der wunderschöne Strand war nur ein paar Schritte entfernt und menschenleer. Diese Ruhe war nun genau das, was wir nach der abenteuerlichen USA Rundreise und den sechs Stunden Flug von LA nach Oahu brauchten.

Was wir aber dazu sagen müssen: Wer Angst oder Scheu vor Geckos hat, ist in einem größeren Hotel wohl besser aufgehoben als in einer Beachvilla mit freistehender Dusche. Die kleinen schwarzen Geckos kommen einem hier überall unter, da man sich einfach mitten in der Natur zwischen Regenwald und Ozean befindet. Die Hawaiianer sehen diese Tiere aber wie süße Haustiere an. Angeblich – so meinte zumindest unsere Gastgeberin Susan – bringen Geckos einer hawaiianischen Legende nach Glück und Zufriedenheit ins Haus.

Abends erkundeten wir das kleine Ortszentrum von Kailua und gönnten uns ein Abendessen bei Kono’s. Dieses Lokal ist bekannt für sein leckeres Pulled Pork und die leckeren Smoothie-Kreationen! Wir lieben solche kleine Lokale an nicht zu überlaufenen Orten, in denen man sich beinahe wie ein Einheimischer fühlt. Atmosphäre und Essen bei Kono’s: einfach top!


TAG 2:
Erkundung der Ostküste

Am nächsten Morgen gab es dann noch ein Frühstück in Kailua bei Moke’s Bread & Breakfast. Das Lokal ist bekannt für die sogenannten „Lilikoi Pancakes“. Das sind Pancakes mit Lilikoi-Stücken und Lilikoi-Sauce. Lilikoi ist die hawaiianische Passionsfrucht. Hier fiel uns auch zum ersten Mal auf, dass unglaublich viele Hühner frei in den Straßen Oahus herumlaufen.


Ho’omaluhia Botanical Garden

Der Besuch dieses atemberaubend schönen Ortes gehört auf die Liste eines jeden Oahu-Besuchers! Diesen Botanischen Garten kann man mit dem Auto durchfahren und dabei an den verschiedenen Parkplätzen halten. Wir haben unseren Mietwagen jedoch beim Eingangstor des Botanischen Gartens abgestellt und sind dann zu Fuß ein Stück gelaufen. Man bezahlt hier keinen Eintritt und auch keine Parkgebühr!

HIER findet ihr die Adresse, wo ihr diesen Parkplatz findet. Einfach bis ans Ende der Straße bis kurz vor die Hütte mit dem Sicherheitsmann fahren. Kurz davor sind rechts ein paar wenige Parkplätze.


Besuch des Valley of the Temples

Das „Tal der Tempel“ ist eine großzügige und gepflegte Friedhofsanlage. Auf diesem großen Areal, das mit dem Auto befahrbar ist, sind Verstorbene vieler verschiedener Religionsgemeinschaften begraben. Die ganze Anlage strahlte eine gewisse Ruhe aus. In einem Teil des Valleys fanden wir grüne Hügel, auf denen statt Grabsteinen große Vasen gefüllt mit bunten Blumen zu sehen waren. Die Hauptattraktion im Valley ist definitiv der japanische Tempel Bydo-In, den man im hinteren Teil des Valleys findet. Der Tempel ist umgeben von einem Park mit bunten Blumen und einem Teich. Die Ruhe in diesem Park wird nur manchmal unterbrochen, wenn jemand die riesige Glocke läutet. Jedem, der dort „einen Gong schlägt“, wird laut Buddhismus ein langes und glückliches Leben vorausgesagt. Natürlich ließen wir es uns auch nicht nehmen diese große Glocke zu läuten.

Die Einfahrt mit dem Auto in das Valley of the Temples ist kostenlos. Beim Bydo-In Tempel kann man sein Auto abstellen und beim Eingang sind dann 5€ pro Person zu entrichten. Nun fragt man sich vielleicht, was denn ein japanischer Tempel auf der hawaiianischen Insel Oahu macht: Er wurde vor etwas mehr als 50 Jahren zum Gedenken an den 100. Jahrestag der ersten japanischen Einwanderer nach Hawaii eingeweiht. Hawaii ist übrigens die beliebteste ausländische Urlaubsinsel der Japaner (ca. sechs Flugstunden: – genauso lange sind wir auch von Los Angeles hierher geflogen).


Kualoa Regional Park – das pure Paradies!

LOST IN PARADISE – das wäre der perfekte Titel für unsere spontane Entdeckungstour in diesem Naturpark, der trotz guter Parkmöglichkeiten außer uns keine anderen Besucher hatte!

Dieser Ort ist der Beweis, dass man die schönsten Plätze wirklich oft ungeplant und spontan findet. Als wir die Ostküste entlangfuhren, fiel uns auf der rechten Küstenseite ein großer Parkplatz mit der Beschilderung „Regional Park“ auf, sodass wir kurzerhand entschlossen einen Stopp einzulegen. Dort angekommen trafen wir auf einen wunderschönen Strand mit riesiger Parkanlage. Wenn man sich den perfekten Ort für ein Picknick vorstellt, dann genau so! Hier hätten wir noch stundenlang bleiben können. Ein Ort, an dem die Welt still steht.

Wir spazierten den Strand entlang und zurück rundum einen kleinen Teich wieder zum Parkplatz. Von hier aus hatte man auch einen tollen Blick auf eines der Wahrzeichen Oahus: Chinaman’s Hat, eine kleine Insel, um die laut Aussagen der Einheimischen Hunderte von Haien kreisen.


Kualoa Ranch – Hollywood meets Hawaii

Die Kualoa Ranch, an der windzugewandten Küste von Oahu, ist eine hawaiianische Farm, aber vor allem eine beliebte Touristenattraktion, da die Ranch Drehort vieler bekannter Filme ist. Dieses Gebiet ist gleichzeitig ein 4000 Hektar großes Naturschutzgebiet, in dem ausgehend von der Kualoa Ranch, unzählige Ausflüge angeboten werden: Movie Tour, Reitabenteuer, Quadsafari und viele mehr. Viele Touristen kommen hierher, um die Schauplätze des Films Jurassic Park zu bestaunen.

Die Landschaft ist wirklich atemberaubend schön und man fühlt sich tatsächlich als hätte einen jemand ins Bühnenbild eines Hollywood Films gesetzt. Bloß, dass die Landschaft kein aufwändig gestaltetes Fake-Bühnenbild war, sondern die unfassbar schöne Landschaft Oahus. Die bizarr geformten Berge kombiniert mit den vielen Palmen und den saftig grünen Wiesen ergeben ein fast surreales, aber wunderschönes Bild.

Wir haben uns auf der Kualoa Ranch jedoch gegen einen Ausflug entschieden, da es uns hier zu voll war und es vor Touris nur so wimmelte. Auch der doch sehr hohe Preis stand für uns einfach nicht in Relation zu den angebotenen Touren und zu den großen Touristengruppen. Stattdessen haben wir unser Auto am riesigen Parkplatz der Ranch geparkt und spazierten dann eine kleine Runde im Areal. Für einen Jurassicpark-Fan ist aber zB. die „Hollywood-Filmtour“ bestimmt ein Highlight!


Die Schaukel im Paradies

Während wir die Fahrt an der Ostküste entlang in vollen Zügen genossen, fiel uns neben der Fahrbahn eine Schaukel an einem menschenleeren Strand auf. Leider gab es dort keine Parkplätze bzw. findet man generell an der Ostküste ganz oft die Schilder mit dem Schriftzug „Parken verboten“. Daher hüpften wir nur ganz kurz aus dem Auto, um ein paar Schwünge auf der Schaukel zu machen. Zu gerne wären wir länger an diesem Strandabschnitt geblieben, doch außer den Hauseinfahrten gab es hier leider keine Haltemöglichkeit bzw. schon gar nicht Parkplätze für eine längere Parkdauer und so ging’s gleich wieder weiter. Wo genau diese Schaukel nun wirklich hängt und ob sie überhaupt noch dort zu finden ist, können wir euch leider nicht sagen. Auf jeden Fall war es an einem Strandabschnitt nahe der Ortschaft Kaaawa.

Die Strecke entlang der Ostküste bietet traumhafte Kulissen, die schöner nicht sein könnten:


Traumstrand Waimanalo Beach

Bei unserer Erkundungstour entlang der Ostküste sind wir auf diesen wunderschönen Strand gestoßen, der zurückblickend unser Lieblingsstrand auf Hawaii war. Feiner Sandstrand, türkises klares Wasser, hohe Wellen und eine Bergkulisse, die man sich nicht schöner vorstellen könnte – mehr Hawaii-Feeling geht nicht!


Sehenswertes und Aussichtspunkte entlang der Ostküste:

Nach dem Sonnenbaden am Strand von Waimanalo fuhren wir den Kalaniana’ole Highway, eine Straße an der Südostküste, weiter entlang. Hier findet man immer wieder große Parkplätze neben dem Highway, von denen man tolle Ausblicke auf die Küste hat.

Uns ist aufgefallen, dass auf fast jedem Parkplatz – zumindest auf den der Viewpoints – eine Polizeistreife präsent war. Wir haben uns aufgrunddessen im Internet diesbezüglich erkundigt und gelesen, dass es bei solchen Aussichtspunkten leider ganz oft dazu kommt, dass den Touristen Wertgegenstände aus dem Auto gestohlen werden. Daher stiegen wir auch immer nur kurz aus dem Auto aus, knipsten ein paar Fotos und setzten dann unsere Fahrt recht rasch wieder fort.

Wir müssen zugeben, dass wir tatsächlich auf unserer gesamten Hawaii Reise auf drei Parkplätzen ein mulmiges Gefühl hatten dort unser Auto zu parken, was uns überrascht hat, da wir während der Rundreise am Festland der USA zu keinem Zeitpunkt Angst hatten irgendwo unser Auto abzustellen. Einen Diebstahl mussten wir aber zum Glück weder am Festland noch auf Hawaii beobachten.


MAKAPU’U LOOKOUT

Von hier aus hat man einen tollen Blick auf das Meer, den Makapu’u Strand und die Berge. Von diesem Parkplatz aus könnte man auch mehrere Wanderungen starten, zum Beispiel führt ein Weg bis zum Makapu’u Leuchtturm.


HALONA BLOWHOLE

Das Halina Blowhole ist ein weiterer Touri-Hotspot. Man kann hier alle paar Sekunden dabei zusehen wie Wasser durch ein Loch in einer Felsformation in die Luft schießt. Extra von der Westseite der Insel hierher in den Süden zu fahren, um dieses Naturschauspiel zu sehen, würde sich unserer Meinung nach nicht lohnen. Im Zuge einer Inseltour kann man aber hier ruhig kurz anhalten und sich das Spektakel ansehen.


LANAI LOOKOUT

Der Aussichtspunkt namens Lanai Lookout ist ein weiterer toller Spot, um einen Blick auf die Küste Oahus zu werfen. Stundenlang könnte man hier beobachten wie das Meer ganz wild auf die Felsen peitscht – würde man nicht von den anderen Leuten gestört werden, die von der Polizei zurechtgewiesen werden nicht zu nah an den Abgrund zu gehen. Wir konnten hier viele Leute beobachten, die sich den Ratschlägen der Polizei widersetzten und auf den Felsen herumkraxelten, um das „perfekte“ Instagram Bild zu bekommen.


SCENIC POINT

Wir hatten schon Honolulu vor uns im Visier als wir noch einen weiteren Aussichtspunkt neben der Straße entdeckten. Ihr merkt also, davon gibt es ganz viele auf Oahu! Wir legten einen allerletzten Stopp ein beim sogenannten „Scenic Point“. Von hier aus hatte man einerseits einen tollen Ausblick über die Stadt Honolulu und andererseits konnten wir einen Blick auf den Berg, den wir in den nächsten Tagen noch erklimmen wollten, werfen: den Koko Head Crater.


Aloha Honolulu – aloha Coconut Waikiki Hotel!

Nach einem erlebnisreichen Tag kamen wir am späten Nachmittag schließlich in der Hauptstadt Oahus, Honolulu, an. Recht schnell fanden wir unser Hotel, das wir bereits im Voraus gebucht hatten. Bei der Wahl des Hotels in Honolulu war uns wichtig, dass alles fußläufig erreichbar ist und die Preise dennoch nicht verheerend hoch sind. Hawaii gehört immerhin zu den teuersten Urlaubszielen der Welt und so beläuft sich der Preis für ein Doppelzimmer/Nacht in einem Standardhotel hier auf ca. 200€. Möchte man ein Hotel in der ersten Strandreihe, so sollte man mit mindestens 300 – 450 € pro Nacht rechnen. Dennoch wollten wir ein Hotel inmitten des beliebtesten Stadtteils Waikiki und wir waren glücklich als wir das Coconut Waikiki Hotel entdeckten, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis – für diese Top-Lage – stimmten.

Das Coconut Waikiki Hotel befindet sich nur zehn Gehminuten vom Strand entfernt und Restaurants sowie Shopping- und Flaniermeile sind nur eine Querstraße weiter zu finden. Den Mietwagen stellt man hier einfach direkt vor dem Hoteleingang ab und der Concierge parkt es in die Garage. Sobald man den Wagen dann wieder braucht, reicht ein kurzer Anruf bei der Rezeption. Der Wagen stand bei uns dann immer verlässlich in den darauffolgenden 5 Minuten wieder vor der Eingangstür. Vom Team des Coconut Waikiki Hotels wurden wir ganz herzlich empfangen und am Zimmer wartete dann eine Flasche Champagner auf uns zwei „Honeymooner“. Unser recht großes Zimmer befand sich im 15. Stockwerk. Wir hatten einen Balkon mit tollen Blick auf die Berglandschaft im Osten und wir wurden gleich bei unserer Ankunft mit einem wunderschönen Regenbogen begrüßt.


Erste Eindrücke von Honolulu

Nach dem Check-In im Coconut Waikiki Hotel, drehten wir die ersten Runden durch Honolulu. Bereits als wir am ersten Tag den Mietwagen in der Stadt abgeholt hatten, fiel uns auf, dass diese Stadt unvergleichbar mit anderen Städten ist. Die Straßen von Honolulu sind umsäumt von unzähligen riesigen Palmen, Leute tragen ihre Surfboards durch die Gegend und vor jedem Hotel, das hier meist zu einer großen Hotelkette gehört, steht ein winzig kleines Häuschen, das wohl noch aus der Zeit, bevor sich die Hotelkomplexe hier niedergelassen haben, stammt. Vom ersten Moment an fühlten wir uns in dieser Stadt wohl. Viele Leute, dutzende Geschäfte, zahlreiche Restaurants und immer etwas los. Obwohl es hier doch so ganz anders war als an der ruhigen Ostküste, machten uns die vielen Leute und der Trubel hier nichts aus. Die Leute waren entspannt, an jeder Ecke konnte man Shave Ice kaufen und überall war hawaiianische Musik zu hören.

Am ersten Abend in Honolulu ging es noch in ein japanisches Restaurant um die Ecke – wo wir übrigens in jener Woche gleich zweimal essen waren, weil dort alles so unglaublich lecker war:

Restaurant-Tipp: Marukame Udon Waikiki
In diesem Udon-Nudelrestaurant gibt’s leckeres Essen zu einem sehr fairen Preis. Wer eine längere Wartezeit aufgrund des großen Andrangs in Kauf nimmt (meist 30 – 45 Minuten), kann sich auf große Portionen freuen. Auch das Personal ist ausgesprochen freundlich. Durch die Nähe zu Japan und da auch ganz viele Japaner auf Hawaii leben sowie Urlaub machen, findet man in Honolulu ganz viele japanische Restaurants. Falls wir irgendwann mal wieder auf Oahu sind, wird das unser erstes Restaurant, in das wir zurückkehren!


TAG 3: Jungle Vibes & City Beach Feeling

Mānoa Falls Trail

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse des Hotels machten wir uns mit unserem Mietwagen auf dem Weg zum Parkplatz des Mānoa Falls Trails. Auch bei diesem Ausflug in Richtung Bergkette, die oft das Wetter von Ost-Oahu und West-Oahu trennt, fuhren wir wieder vom strahlend blauen Himmel direkt in eine dicke Regenwolke, die sich rundum das Bergmassiv gebildet hatte. Obwohl wir am frühen Vormittag am Parkplatz ankamen, stellten wir fest, dass noch ganz viele Andere die Idee hatten heute zu den Mānoa Fällen, die immerhin überall als „Must-See“ angeführt werden, zu wandern.

Gleich von Anfang an waren wir begeistert von der Vielfalt der Vegetation. Überall, wo man hinblickte, sah man Bambus-Sträucher, Lianen, Pflanzen mit überdimensional großen Blättern in den schönsten Mustern und Bachläufe, die aussahen als hätte sie jemand mit Steinen in den unterschiedlichsten Formen und Größen dekoriert. Dazu kam, dass es ununterbrochen leicht regnete, was das Ganze aber auf eine gewisse Art und Weise noch abenteuerlicher machte – Dschungel-Feeling pur, erschaffen von der Natur und nicht irgendwelchen Hollywood-Produzenten.

Aufgrund des Regens waren gewisse Stellen sehr rutschig und man musste gut darauf achten wo man hin stieg. Umso verdutzter waren wir als uns immer wieder Mädchen in weißen Sommerkleidern und Ballerinas unterkamen. Wir begegneten auch vielen, die augenscheinlich aufgegeben hatten mit ihren Halbschuhen den matschigen Weg zu bestreiten und somit einfach barfuß wanderten.

Nach einer gemütlichen dreiviertel Stunde Gehzeit (inkl. Fotostopps) erreicht man das Ziel der Wanderung: den 100 Meter hohen Wasserfall namens Mānoa Falls. Da wir auch in Österreich eine Menge schöner Wasserfälle haben, müssen wir jedoch zugeben, dass uns der Wasserfall an sich leider nur bedingt beeindruckt hat. Es floss kaum Wasser die Steilwand herunter. Eingebettet in die Dschungel-Landschaft sah die Szenerie dennoch toll aus.

Dieser Hike ist leider keine Rundwanderung – das heißt also: den selben Weg ging’s dann wieder zurück, wobei uns dann immer mehr Leute auf dem schmalen Weg entgegenkamen, je später es wurde. Am Parkplatz angekommen kann man dann bei einer „Waschstation“ mit einem Wasserschlauch seine Füße und Schuhe vom Dreck befreien.

Trotz des Touristenansturms (zu erwähnen: wir waren in der Hauptsaison dort) und der regnerischen Verhältnisse (die hier im „Regen“wald wohl die Regel sind) würden wir jedem Oahu-Neuling diese Wanderung empfehlen. Alleine wegen dem Dschungel-Feeling inmitten dieser wunderschönen Vegetation ist es wert den Mānoa Falls Hike zu unternehmen. „Der Weg ist das Ziel“ trifft unserer Meinung nach ganz gut auf diese Wanderung zu.

TIPPS für die Mānoa Falls Wanderung:
– wegen der Nässe im Regenwald auf gutes Schuhwerk setzen!
– so früh wie möglich starten, um Touristenmassen zu vermeiden!


Tolle Alternative zum überfüllten Waikiki Beach: Ala Moana Beach in Honolulu

Nach der Wanderung beschlossen wir den Rest des Tages am Strand zu verbringen. Da wir für diesen Tag nun schon genug von den Touristenmassen hatten, suchten wir nach einem Strand, für den wir nicht wieder extra an die Ostküste mussten. So entschieden wir uns zwar in Honolulu zu bleiben, aber auf einen ruhigeren Strand als den Waikiki Beach auszuweichen: Ala Moana Beach. Dieser war zwar auch ein Stadtstrand Honolulus, aber nur mit längerem Fußweg oder einer kurzen Auto-Fahrt von den großen Waikiki-Hotels zu erreichen.

Obwohl der Strand an den Stadtkern angrenzte, konnten wir an den zwei Tagen, an denen wir dort unseren Nachmittag verbrachten, so gut wie keine Touristen sehen, sondern eher Familien oder auch einzelne Hawaiianer, die wohl nach der Arbeit noch gekommen waren, um kurz eine Runde zu Schwimmen. Über diese Ruhe waren wir doch sehr verwundert, da hier der Sandstrand wirklich toll war und das Wasser glasklar! Wellen gab es jedoch an diesem Strand keine – was aber auch mal nicht so unpraktisch war, da man somit gut im Meer schwimmen konnte.

Abends werden dort immer Yoga-Sessions mit dem SUP Board abgehalten, da das ruhige Meer in diesem Bereich mehr als perfekt dafür ist. Am Abend versammelten sich dann viele am Strand oder auf den umliegenden Wiesenflächen, um während eines Picknicks der Sonne dabei zuzusehen wie Sie ins Meer sinkt.

Wer also einen ruhigeren Strand als den Waikiki Beach sucht und dennoch nahe der Stadt Honolulu bleiben will, der wird hier bestimmt glücklich. Auch als Sonnenuntergangs-Spot können wir diesen Ort definitiv empfehlen (Fotos davon findet ihr am Ende dieses Beitrags).

Parkmöglichkeiten gibt es hier am Ala Moana Strand reichlich: Wir stellten unseren Mietwagen auf der Parkfläche der „Magic Island[Karte] ab. Von dort aus kann man dann auf zwei verschiedene Strände spazieren sowie ins Ala Moana Einkaufszentrum. Dieses Einkaufszentrum hat einen riesigen Foodcourt, wo sich bestimmt jede/r ein leckeres Gericht findet.


Kaka’ako – ein hippes Viertel im Aufbau

Fährt man von Ala Moana noch einen Stadtteil weiter, so gelangt man in das Viertel Kaka’ako. Kaka’ako entwickelt sich immer mehr zu einem angesagten Viertel, das für seine hippen Cafés, Restaurants und vor allem für die Graffitis, die man an den verschiedensten Wänden des Viertels findet, bekannt ist. Wir haben dort unser erstes Shave Ice, was so viel bedeutet wie „geschabtes Eis“ gegessen und für sehr lecker befunden 😉

SHAVE ICE
Wir alle kennen das „Slush Ice“, das halbgefrorene Trinkeis, das es im Italien-Urlaub an jeder Eisdiele zu kaufen gibt. Ganz anders als das Slush Ice wird das hawaiianische „Shave Ice“ von einem Eisblock geschabt. Es ist also viel softer als das Slush-Eis. Als Topping kann man dann frische Früchte oder einen Sirup für den leckeren Geschmack wählen. Der Sirup bringt die kleinen Eiskristalle dann in den schönsten Farben zum Leuchten. Für uns gab’s auf Hawaii fast keinen Tag ohne Shave Ice, da es die perfekte Erfrischung war und einfach perfekt für die heißen Tage.

Geparkt haben wir beim Kaka’ako Waterfront Park. Von dort aus spazierten wir dann zum Erholungszentrum „SALT“, wo man viele Lokale findet und ganz in der Nähe die vielen Graffitis an den Wänden bestaunen kann.

Bevor es mit dem Auto wieder zurück ins Stadtzentrum ging, spazierten wir noch eine Runde im „Kaka’ako Waterfront Park“, da wir ohnehin dorthin zurück mussten, da auch unser Auto am gleichnamigen Parkplatz auf uns wartete. Dieser Park wird zwar im Internet von vielen gelobt – wir fanden ihn aber nicht so schön und die Toilettenanlage war in schrecklichem Zustand (sie sahen eher so aus als wären sie nie richtig fertiggestellt worden und als seien dort vorrübergehend Obdachlose einzogen). Der Bereich um den Bereich namens „SALT“ war toll und erinnerte uns ein wenig an den Stadtteil La Mer in Dubai. Der Waterfront Park erhält aber leider keinen „Daumen hoch“ von uns!

Wir sind gespannt wie sich der Stadtteil Kaka’ako in den nächsten Jahren / Jahrzehnten entwickelt und wie uns dieses Viertel empfängt, falls wir irgendwann mal dorthin zurückkehren.

Abends gab’s dann wieder ein leckeres Essen in einem Restaurant im Zentrum von Honolulu:

Restaurant-Tipp: Spada Bar & Restaurant
Pizza, Pasta, Bruschetta – alles was das italienische Feinschmecker-Herz begehrt – gibt’s bei Spada. Am späten Nachmittag ist dort übrigens „Happy Hour“, wo es Menüs zu (für hawaiianische Verhältnisse) günstigen Preisen gibt. Unbedingt probieren müsst ihr auf Hawaii auch das hawaiianische Bier – das schmeckte uns beiden sehr.


Highlight am Freitagabend: Feuerwerk in der Hilton Lagoon

Jeden Freitagabend strömen Einheimische und Touristen an den Strand von Waikiki, genauer gesagt zur Hilton Lagoon, eine von der Hilton-Hotelkette künstlich angelegte Lagune, die rund um die Uhr frei für alle zugänglich ist. Gegen 20 Uhr startet dort nämlich wöchentlich am Freitag ein spektakuläres Feuerwerk. Wir haben uns für dieses Spektakel bei einem nahegelegenen Mexikaner leckeres Essen zum Mitnehmen geholt und dann ein kleines Picknick am Strand genossen. Sobald es dann finster war, ging das Feuerwerk los. Diese 10 Minuten waren einfach wunderschön anzusehen und wurden zu einem Highlight unserer Reise. Es war aber nicht nur das Feuerwerk an sich, das uns beeindruckte, sondern die ganze Kulisse, das Ambiente, das friedvolle Beisammensein mit zig anderen neugierigen Menschen und wohl auch der Gedanke, dass dieser besondere Augenblick ein Moment für die Ewigkeit werden wird.

Wer nun genau das Feuerwerk finanziert, ist umstritten. Manche Quellen behaupten es werde vom Hilton Hawaiian Village finanziert, um mehr Touristen an die Hilton Lagune zu ziehen – wobei man aber sagen muss, dass man keinen Eintritt bezahlt, um das Feuerwerk bestaunen zu können und alles öffentlich zugänglich ist. Andere hingegen meinen, dass das Feuerwerk von der Stadt Honolulu organisiert wird und den Gefallenen von Pearl Harbor als Memorial gilt. Wer auch immer der Initiator dieses Fixpunkts jeden Freitagabend ist, eines steht fest: es lohnt sich definitiv, sich Freitag abends gegen 19:30 Uhr ein Platz an der Hilton Lagoon zu sichern!

Auch abends ist Honolulu einfach wunderschön!


Tag 4: Ein Tag voller Abenteuer in Lanikai


Lanikai Pillbox Hike

Ein weiterer Tag an der Ostküste wartete auf uns. Innerhalb von 30 Minuten waren wir in Kailua, wo wir unsere Vormittagswanderung starten wollten, angekommen.

Die erste Challenge war zuerst mal einen Parkplatz zu finden, denn an der Ostküste bzw. vor allem rundum Kailua gibt es kaum Parkplätze – wenn, dann nur am Strand, aber am Startpunkt der Wanderungen leider nirgends, da die Wanderpfade meist zwischen den Wohnhäusern starten. Das Parken am Straßenrand ist in fast allen Bereichen der Ostküste (außer an ein paar Einbahnstraßen) verboten und die Polizei kontrolliert, vor allem in der Hauptsaison, streng. Wir haben dann doch noch einen tollen Parkplatz unweit entfernt vom Startpunkt des „Pillbox Hikes“ gefunden. Da wir früh dran waren, konnten wir noch einen der rund dreißig Parkplätze am Strand nahe dem „Lanikai Monument“ finden [hier die Google Maps Position für euch].

Innerhalb von nur 15 Minuten waren wir dann zu Fuß am Startpunkt des Pillbox Hikes [hier].

Diese Wanderung sollte man nur mit Wander- oder Sportschuhen unternehmen, da es an manchen Stellen etwas steiler und somit rutschig ist. Wenn es kurz vorher geregnet hat, sollte man hier besonders vorsichtig sein. Ansonsten ist der Pillbox Hike recht gut zu bewältigen und nach ca. 30 Minuten hat man den Berggipfel erreicht. Bereits während dem Aufstieg kann man die ganze Zeit schon eine tolle Aussicht genießen.

Was man am Berggipfel findet, sind die zwei Namensgeber der Wanderung, und zwar die beiden Pillboxes (also Bunker). Sie dienten in den 40er Jahren dem Militär als Beobachtungsstationen. Heute sind die beiden Pillboxes einfach zwei Plattformen, auf denen die Wanderer Platz nehmen und die Aussicht genießen. Vom Ausblick, den man von hier aus auf die Ostküste hat, kann man sich einfach nicht satt sehen. Man hat von hier aus den besten Blick auf den Lanikai Beach und das Umland von Kailua. Auch die beiden Mokulua Inseln (zu einer der beiden ging’s anschließend noch mit dem Kajak) konnten wir von hier aus schon sehen.

Nach dieser tollen Wanderung folgte ein weiteres Abenteuer in Kailua:


Kajak-Fahrt zu den Mokulua Islands

Am Vortag hatten wir bei Kailua Beach Adventures bereits online ein Kajak für 4 – 5 Stunden gebucht. Die Vorausbuchung wurde in den Webforen überall empfohlen. Tatsächlich war bei diesem Wassersport-Anbieter recht viel los und ohne Vorausbuchung hätten wir kein Kajak zum gewünschten Zeitpunkt mehr bekommen.

Bevor das Abenteuer losging, mussten wir uns noch ein kurzes Video betreffend Sicherheitsvorkehrungen und Vogelschutzgebiet ansehen. Weiters wurde einem die Route, die man paddeln musste, erklärt, da es im Meer gewisse Gebiete gab, in die man sich mit dem Kajak nicht begeben durfte bzw. um so die höchsten Wellen ein wenig zu umgehen. Die netten Mitarbeiter statteten uns dann noch mit einer Schwimmweste aus und schon konnte es losgehen – bzw. fast. Der Anbieter hat sein Geschäft nämlich wider Erwartens nicht direkt am Strand, sondern 10 Gehminuten vom Strand entfernt. Durch einen kleinen Aufsatz auf Rollen, konnten wir das Kajak bis an den Fluss, in dem man startete, transportieren. Dort angekommen stellten wir diesen Transportaufsatz einfach zu den anderen, die dort schon abgestellt wurden.

Zuerst paddelten wir ein Stück durch den Fluss in Richtung Meer. Da im Fluss zur Zeit unseres Aufenthalts nur ganz wenig Wasser war, reichte er nicht komplett bis zum Meer und wurde von einem Strandabschnitt vom Meer abgeschnitten. So mussten wir das Kajak die letzten Meter bis zum Meer dann einfach tragen und schließlich konnte es endlich losgehen:

Unser Ziel war Moku Nui, eine der beiden Mokulua Inseln (die zweite zu besuchen ist strengstens untersagt!). In der Regel sollte man 45 Minuten pro Strecke einrechnen.

Wir hatten hingegen mit starkem Gegenwind und hohen Wellengang zu kämpfen, was uns die Fahrt erschwerte. Zwischendurch schüttete es plötzlich auch mal wie aus Kübeln, was uns nichts weiter ausmachte, da die Wellen mindestens genauso viel Wasser in unser Gesicht katapultierten.

Und so kamen wir erst nach 1,5h bei der Insel an und das, obwohl wir durchgehend fleißig am Paddeln waren. Wer selten mit dem Kajak fährt und dann gleich so lange bei starkem Wellengang unterwegs ist, verspürt beim Ankunft am Ziel dann wohl das ein oder andere Ziehen im Arm (und in den nächsten Tagen Muskelkater). Ausruhen wollten wir uns angekommen auf Moku Nui dann aber dennoch nicht, da es Vieles zu entdecken gab: Das Highlight dort sind die süßen Monk Seals, also die Mönchsrobben, die sich das ganze Jahr über dort aufhalten und meist nur faul in der Sonne liegen. Ansonsten gibt es auch noch ein paar Vogelarten, die dort ihre Nester gebaut haben. Zudem kann man auf dieser Insel auch einen kleinen Rundweg gehen.

Am Rückweg, den wir aufgrund der besseren Wellensituation in nur 35 Minuten absolvierten, hatten wir das Glück eine große Meeresschildkröte zu sehen.

Nachdem wir das Kajak zurückgebracht hatten, entspannten wir noch am Strand von Lanikai, der im Übrigen auch zu einem der schönsten Strände der Welt zählt!


Der perfekte Abschluss des Tages: Sonnenuntergang am Tantalus Lookout

Mit Picknickdecke und Take-Away vom Restaurant ausgestattet ging’s mit dem Mietwagen hoch hinauf in den Puu Ualakaa State Park. Dieser befindet sich im Norden Honolulus hoch über der Stadt. Nur ein paar Meter vom Aussichtspunkt „Tantalus Lookout“ entfernt, findet ihr auch viele Parkmöglichkeiten. Die Aussicht vom Tantalus Lookout ist wohl die schönste, die man auf die Stadt Honolulu haben kann. Von hier aus sieht man auch wunderbar auf das Wahrzeichen der Stadt Honolulu: Diamond Head, ein erloschener Vulkankrater im Osten der Hauptstadt Honolulus. Auf der Picknickdecke ließen wir dort unseren Abend bei einem wunderschönen Sonnenuntergang ausklingen.


Tag 5: 1048 Stufen auf den Koko Crater + der berühmteste Strand der Welt


Koko Head Crater Trail

Wie schon in den vergangenen Tagen stand auch an Tag 5 vormittags wieder eine Wanderung am Programm. Angekommen am Parkplatz [Maps] konnten wir gleich einen ersten Blick auf den Wanderpfad erhaschen, der geradewegs steil bis zum Gipfel hoch führt.

Der Koko Crater ist ein Tuffsteinkegel, auf dem man – genau wie bei den Pillboxes in Lanikai – Bunker aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges findet. Um den Transport von unten nach oben zu erleichtern, wurden Eisenbahnschienen errichtet. Der Transport ist heute nicht mehr möglich, aber die Eisenbahnschienen sind größtenteils erhalten geblieben und dienen täglich Unmengen an Touristen als Treppen in Richtung Gipfel.

Diese außergewöhnliche Wanderung auf den Eisenbahnschienen geht recht unkompliziert und einfach los, auch wenn früh vormittags die Sonne schon in den Nacken brannte. Neben vielen Touristen begegneten wir auch sehr vielen Einheimischen. Bei den sportaffinen Hawaiianern wird der Koko Head Crater Trail nämlich sehr gerne gewählt für das Morgen-Workout.

Ungefähr auf halber Strecke der Wanderung befindet sich eine Art Brücke. Bei diesem Abschnitt verschwindet der Boden unter den Eisenbahnschwellen und man muss hier umso konzentrierter sein, um auf die Bretter zu steigen und nicht in den Abgrund. Nach diesem Abschnitt wird die Strecke immer steiler und alle paar Meter stehen schon Leute, die sich eine Verschnaufpause gönnen, bevor es dann noch die letzten Stufen hinauf bis zum Ziel geht. Zudem ist es auch eine Herausforderung durchgehend so konzentriert sein zu müssen, da die Eisenbahnschwellen nicht in derselben Höhe und auch nicht im selben Abstand angebracht sind. Wie anstrengend die Wanderung für jeden Einzelnen wird, kann man jedoch gut selbst entscheiden, da es neben den Eisenbahnschienen ganz oft Ausweichstellen gibt, bei denen man sich eine Pause gönnen könnte. Inklusive Fotostopps haben wir rund 40 Minuten bis nach oben gebraucht.

Oben angekommen wird man mit der wunderbaren Aussicht auf die umliegende Landschaft belohnt. Den Weg nach unten bewältigt man in ca. 30 Minuten, dennoch sollte man unbedingt konzentriert bleiben.

TIPPS:
– früh starten (somit weniger Touristen / erträglichere Temperaturen)
– genug Flüssigkeit mitnehmen
– auf gutes Schuhwerk achten
– konzentriert bleiben


Lunch an der Lagune

Auf dem Weg zurück in die Stadt suchten wir noch nach einem kleinen Lunchspot und es gab eine kleine Stärkung beim Island Brew Coffeehouse [Maps]. Man kann dort toll am Wasser sitzen und es gibt eine große Auswahl an Snacks und Getränken. Empfehlung: Acaii-Bowl!


Der meistbesuchte Strand auf Oahu: Waikiki Beach

Den bestbesuchten Strand von Oahu findet man in Honolulu im Stadtteil Waikiki. Der Sand ist, wie fast überall auf Oahu, sehr hell und das Wasser wunderschön türkis. Vom Strand aus kann man unzählige Surfer, die auf die perfekte Welle hoffen, beobachten – und perfekte Wellen gibt es hier in Waikiki reichlich, da die Wellen vor allem in Waikiki sehr hoch sind. Einziger Wermutstropfen in Waikiki sind die vielen Leute, die sich hier ab dem späten Vormittag Handtuch an Handtuch aneinander anordnen. Waikiki ist quasi das Jesolo Hawaii’s, nur paradiesischer.


Tag 6 – 8: Die drei letzten Tage unserer Reise

Nach den abenteuerlichen Tagen auf dieser Trauminsel, war in den letzten Tagen pure Entspannung angesagt und wir gönnten uns ganz viel Sonne, Meer und Shave Ice. Abends spazierten wir immer durch die Straßen Honolulus, entdeckten tolle kleine Boutiquen und leckere Restaurants. Wir versuchten einfach so viel „Aloha Feeling“ in uns aufzusaugen wie möglich und waren schon ganz wehmütig, uns bald von dieser Insel verabschieden zu müssen.

Den letzten Abend auf Oahu verbrachten wir am Ala Moana Beach und genossen den Ausblick auf den allerletzten Sonnenuntergang.


Das Ende einer unvergesslichen Reise…

Wir blicken zurück auf ein großes Abenteuer. Wir haben viel gelacht, gestaunt, waren euphorisch, voller Tatendrang, oft sprachlos und ergriffen, manchmal erschöpft und müde, aber immer dankbar dafür, was wir erleben dürfen. Wir nehmen mit: viele wunderbare Erinnerungen an eine unvergessliche Hochzeitsreise, auf die wir unser ganzes Leben noch gerne zurück blicken werden.
Dieses Abenteuer ist nun zu Ende, doch unser größtes Abenteuer als Ehepaar hat gerade erst begonnen ♡


Hier, wie immer am Ende unserer Beiträge, noch die Übersichtskarte aller Spots:



Hier findet ihr die drei anderen Beiträge zu unserer Hochzeitsreise:
Las Vegas | Rundreise USA Südwesten | Los Angeles – City of Angels

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