Tromsö
Norwegen,  Travel

Tromsø – das Tor zur Arktis

Tromsø ist auch als Hauptstadt der Arktis bekannt und liegt rund 350 km nördlich des Polarkreises. Das Zentrum dieser Stadt in Norwegen hat eine recht überschaubare Größe, fast alles ist fußläufig erreichbar und dennoch leben hier 76.000 Einwohner. Tromsø ist von eisigen Fjorden und zerklüfteten Gipfeln umgeben, die den größten Teil des Jahres schneebedeckt bleiben. Das Zentrum von Tromsø befindet sich auf der Insel Tromsøya, die mit dem Festland über eine Bogenbrücke verbunden ist. Neben dem Stadtzentrum befinden sich auch noch eine große Universität – die übrigens die nördlichste Universität der Welt ist – sowie der Flughafen auf der Insel.

Das Leben in Tromsø spielt sich hauptsächlich im Bereich rundum den Hafen ab. Man findet hier stylische Bars, gemütliche Restaurants und einen Hafen mit vielen bunten Häusern.

Hauptgrund, warum vor allem im Winter unzählige Touristen in die Stadt im hohen Norden reisen, ist aber auf jeden Fall jenes Naturschauspiel: Wenn sich in der norwegischen Stadt Tromsø das Tageslicht verabschiedet, beginnt die Polarnacht und mit etwas Glück kann man die Nordlichter über dem Himmel der Stadt bestaunen. Der Wunsch, einmal im Leben die Polarlichter erleben zu dürfen, ist der Grund, warum es jährlich Unmengen an Touristen in die drei Flugstunden von Oslo entfernte Stadt zieht. Tromsø ist nämlich nicht nur die Hauptstadt der Arktis, sondern gilt auch als Polarlichthauptstadt. An kaum einem anderen Ort ist das Spektakel der grün-weißen Lichter so häufig und so intensiv am Himmel zu sehen wie hier.

Was du in Tromsø alles erleben kannst, habe ich dir nun hier zusammengefasst:


Must Do’s in Tromsø:


Eismeerkathedrale bestaunen

…das Wahrzeichen der Stadt und die nördlichste Kathedrale der Welt. Mit Ihrer außergewöhnlichen dreieckigen Form und Größe ist sie das imposanteste Gebäude in Tromsø. Der Architekt wollte mit der Errichtung dieses Meisterwerks ein Symbol für die lange Dunkelheit, das Eis und das Polarlicht schaffen. In der Kathedrale werden regelmäßig Mitternachtskonzerte aufgeführt. Wenn du zu Fuß vom Zentrum aus zur Fjellheisen Seilbahn unterwegs bist, liegt diese Kathedrale unmittelbar auf deiner Strecke.


Ausblick vom Berg Storsteinen genießen

Zum Pflichtprogramm in Tromsø zählt die Fahrt mit der Seilbahn hoch auf den Storsteinen auf 421 m. Die Talstation der Fjellheisen Seilbahn ist vom Zentrum aus in ca. 30 Minuten zu Fuß erreichbar. Bei windigem Wetter unbedingt warm einpacken, da vor allem der lange Weg über die riesige Brücke ansonsten unerträglich ist, weil der Wind dort nochmals einen Gang zulegt.

Eindrücke aus dem Wohngebiet auf dem Weg zur Seilbahn:

Die Berg- und Talfahrt mit der Fjellheisen Seilbahn kostet 230 NOK (umgerechnet 23 €) und lohnt sich auf jeden Fall. Der Blick von oben auf Tromsø und die umliegende Landschaft ist gigantisch.

Auf dem Storsteinen bläst der Wind meist sehr stark. Auch wir blieben davon nicht verschont. Dennoch stapften wir bei gefühlten minus 20 Grad durch den Schneesturm und machten einen kurzen Spaziergang zu einer zweiten Aussichtsebene am Berg. Zurück bei der Bergstation kehrten wir in ein Café ein. Mit etwas Glück bekommt ihr einen Fensterplatz und ihr könnt die Aussicht im Warmen genießen.

Im Tal angekommen beschlossen wir dann den Bus zu nehmen, da wir unmittelbar vor der Seilbahnstation eine Busstation entdeckten.

Man könnte auch zu Fuß den Berg erklimmen. Dazu bräuchte man aber auf jeden Fall Schneeschuhe. Zufällig sind mit uns im Bus Leute mit Schneeschuhen zurück in die Stadt gefahren und wir sahen, dass sie ihre Schneeschuhe, die sie für ihren Spaziergang oben am Berg mitgenommen hatten, zu diesem Shop in der Nähe der Busstation im Zentrum zurückbrachten: Tromsø Outdoor AS, Sjogata 14 (Google Maps)

Auf der Website der Fjellheisen Seilbahn könnt ihr euch über die aktuellen Öffnungszeiten informieren: Fjellheisen


Spaziergang am Hafen von Tromsø

Vor allem am Abend / nachts genossen wir es hier entlang zu schlendern. Die vielen Fischerboote und Yachten, die urig bunten Häuser, tausende Schneeflocken, die wild um uns herumwirbelten – all das schaffte ein unvergessliches Feeling, das man gar nicht so recht beschreiben kann.


Hurtigruten Schiffe bestaunen

Täglich kommen am Nachmittag die großen Hurtigruten Schiffe. Seit mehr als 100 Jahren sind die Schiffe der Hurtigruten fester Bestandteil des norwegischen Küstenlebens. Sie befördern einheimische Passagiere, Touristen und Fracht zwischen Städten und Inseln hin und her. Wir beobachteten eines dieser Schiffe als es am Hafen ankam.


Einfach durch die Innenstadt von Tromsø schlendern

Am besten erkundest du die Stadt indem du einfach von deinem Hotel aus in Richtung Hafen spazierst und dann entlang der Fußgängerzone Storgata schlenderst. Man findet sich ganz schnell zurecht, da vom Meer aus die Straßen parallel verlaufen und es leicht bergauf geht.


Nordlichter beobachten

Wo und wie du in Tromsø die besten Chancen hast die Nordlichter zu sehen, liest du im neuen Blogbeitrag NORDLICHTSAFARI, wo wir dir alles über unsere unvergessliche Tour mit Scan Adventure Travel AS erzählen.


Rentierfarm besuchen

Neben der Sichtung des Polarlichts gehört die Begegnung mit den Rentieren zu den schönsten Erinnerungen unserer Reise. Die Rentierhaltung ist eine jahrhundertealte Tradition der Sami-Kultur in Schweden, Norwegen, Finnland und Teilen Russlands. Eine Sami-Familie, die nur 20 Fahrminuten von Tromsø entfernt eine Rentierfarm betreibt, hat vor ein paar Jahren beschlossen die Öffentlichkeit an deren Kultur und Lebensweise teilhaben lassen zu wollen. Und so kann man nun in diversen Hotels in Tromsø sowie auch über das Internet eine Tour zur Rentierfarm buchen. Mit einem großen Reisebus wurden wir vom Radisson Blue Hotel zur Farm gebracht, wo wir zuerst in einem typischen Sami-Zelt, dem sogenannten Lavuu, kurze Instruktionen erhielten und der Ablauf der nächsten Stunden besprochen wurde.

Ein Teil der Gruppe startete danach mit der Rentierschlittenfahrt und der Rest (wozu auch wir gehörten) durfte die Rentiere füttern gehen. Wir bekamen einen Kübel voller Futter in die Hand gedrückt und durften in Richtung Rentiere spazieren. Das Gehege, in dem die Rentiere dort leben, ist riesig und anfangs konnten wir die Tiere nur aus der Ferne beobachten, da sich alle weit entfernt am Ufer des Meeres aufhielten. Doch recht schnell merkten wir, dass dies die erste Mahlzeit des Tages war. Kaum sahen uns nämlich die Tiere, liefen sie in rasantem Tempo auf uns zu. Alleine dieser Anblick wird unvergessen bleiben. Die Tiere fraßen das Futter auch aus unseren Händen und ließen sich streicheln. Aufpassen musste man bloß bei den Geweihen, denn nicht selten stritten sich dann gleich mehrere Rentiere um das Futter, das man ihnen reichte.

Wir genossen es sehr umgeben von einer so großen Menge an zahmen Rentieren, die ja eigentlich Wildtiere sind, zu sein. Wir erfuhren später, dass die ca. 250 Rentiere nur im Winter für ein paar Monate hier in der Ranch sind. Nach dem Winter werden Sie wieder in die freie Wildbahn gebracht und auf Knopfdruck, so sagte uns eine Dame der Sami, sind die Tiere nicht mehr zahme Streicheltiere, sondern Wildtiere, die jeglichen Kontakt mit Menschen scheuen. Im Jahr darauf, wenn die Tiere wieder auf die Ranch gebracht werden, ist es dann wieder, als würde jemand einen Schalter in deren Köpfen umlegen und sie sind wieder zahm und alles andere als scheu. Manche Tiere fühlen sich in der Ranch so wohl, dass sie in den ersten Tagen nachdem sie von der Ranch in die freie Wildbahn gebracht werden, wieder zum Eingangstor der Ranch zurückkehren, da sie wissen, dass dort genug Futter auf sie wartet und sie dort von den Feinden (Adler, Bär, Luchs, Wolf) verschont bleiben. Rentiere können bis zu 15 Jahre alt werden. Wenn sie merken, dass sie kraftlos werden, trennen sie sich als schwächstes Mitglied von der Herde, um nicht die anderen Herdenmitglieder in Gefahr zu bringen. Und dann warten sie darauf einem Feind zum Opfer zu fallen.

Zwischendurch konnte man jederzeit in das Zelt zurückkehren und sich am Feuer mit Tee und Keksen aufwärmen.

Nach dem Füttern ging es dann auf den Schlitten. Zu zweit durften wir uns auf einen Schlitten in eine warme Decke kuscheln und die Fahrt über das große Gelände genießen. Viele Rentiere rannten währenddessen neben uns her, obwohl sie keinen Schlitten ziehen mussten und hatten anscheinend großen Spaß dabei.

Anschließend machten wir es uns im Zelt am Feuer bequem. Die Dame der Sami-Familie erzählte uns faszinierende Geschichten über die Sámi-Kultur und das Leben als Rentier-Hirten. Der krönende Abschluss war dann ein traditioneller Joik (Sámi Gesang).

In der Gamme (Hütte) gab es danach warme Getränke und eine Art Gulaschsuppe mit Rentierfleisch (für Vegetarier stand auch eine Suppe ohne Fleisch bereit) bevor uns der Bus wieder zurück in die Stadt brachte.

Dieses Erlebnis könnt ihr z.B. bei Getyourguide.at buchen! Es bedarf aber keiner Reservierung schon Wochen im Voraus. Die Tour zur Rentierfarm haben wir erst einen Tag zuvor gebucht, da wir den Wetterbericht abwarten wollten. Ihr könnt diese Tour natürlich auch im Tourismusbüro Tromsø bzw. in einigen Hotels buchen.


Wale beobachten

Wer die Giganten des Meeres einmal live sehen möchte, ist in Tromsø genau richtig. Man hat das ganze Jahr über gute Chancen Buckelwale, Orcas,..uvm. beobachten zu können. Die Wintermonate eignen sich am besten, um Wale in Norwegen zu beobachten, denn zu dieser Zeit tümmeln sie sich in den Fjorden. Tromsø ist Ausgangspunkt für Walsafaris verschiedenster Touren-Anbieter. Auch diese Touren kann man bereits online, aber auch im Tourismusbüro von Tromsø sowie direkt bei einigen Hotels buchen.


Ausflug auf die Insel Sommarøy

Wir haben diese Insel leider nur nachts im Zuge unserer Polarlichtsafari gesehen. An einem Strand durften wir dort zwei Stunden lang das Polarlicht beobachten. Leider fehlte uns die Zeit, um die Insel auch tagsüber zu erkunden. Landschaftlich ist die Insel, die auch Sommerinsel genannt wird, absolut sehenswert und sie steht bei einem weiteren Aufenthalt in diesem Gebiet ganz oben auf der Bucketlist.


Gastronomie, Events & Nachtleben in Tromsø

Spezialitäten & Restauranttipps:
Elchsteak, Rentierkeulen und diverse Fischgerichte gelten hier als Spezialität. Wir haben nur Rentierfleisch (bei unserer Tour zur Rentierfarm) gekostet. Ansonsten haben wir lieber hippe, toll eingerichtete Lokale, die so richtig „hyggelig“ (gemütlich) waren, aufgesucht.

In der Fußgängerzone Storgata gibt es zahlreiche Lokale fürs Frühstück, Mittag- oder Abendessen.

Hier eine Liste der Lokale, die wir weiterempfehlen können (und die zudem richtig günstig im Vergleich zu anderen Lokalen sind!):

  • Rorbua Pub + angrenzende Yonas Pizzeria: Im Rorbua Pub finden fast täglich Liveauftritte statt. Die Einrichtung könnte uriger nicht sein. Angrenzend an das Rorbua Pub findet man die Yonas Pizzeria, in der wir lecker gespeist haben. Die Lage und der Name, den sich dieses Lokal gemacht hat, treiben hingegen auch den Preis in die Höhe. Man kann hier zwischen einer kleinen, mittleren oder großen Pizza entscheiden, wobei die kleine Pizza richtig mini ist – dennoch bezahlt man für diese 13€.
  • Huken Pub: Wir haben dort wahnsinnig gute Burger (ca. 17€ pro Burger) gegessen. Zudem war alles richtig toll eingerichtet und die relativ geringe Tischanzahl machte das Lokal so gemütlich und heimelig.
  • Peppes Pizza: Man darf sich hier vom Namen nicht täuschen lassen, denn hier gibt’s viel mehr als nur Pizza. Ich hatte eine mexikanische Hauptspeise für nur 16€ (sehr günstig für Tromsø!).
  • Café Frø: (auf Google Maps als „Tromso Kaffebrenneri“ eingetragen) Leckere frische Zimtknoten, Kaffee, heiße Schokolade. Perfekt für’s Frühstück oder als Snack zwischendurch. Man kann hier gemütlich am Fenster sitzen und das Treiben in der Fußgängerzone beobachten.
  • Burgr – hat angeblich die besten Burger der Stadt. Ist im Retro-Stil eingerichtet. Am Wochenende würden wir euch eine Reservierung empfehlen, da wir Freitag abends dort ohne Reservierung keinen Platz fanden.

Events
Im Winter findet jährlich das Nordlicht-Festival statt, im Sommer das Fest der Mitternachtssonne.

Shopping
Natürlich kommt man nach Tromsø nicht zum Shoppen, aber in der Fußgängerzone Storgata findet man einige Geschäfte und auf dem Marktplatz Stortorget kann man regelmäßig den Markt besuchen. Da in unserem Handgepäckskoffer aufgrund von Thermo-Kleidung und dicker Pullis ohnehin schon Platzmangel herrschte, fiel das Shoppen für uns dieses Mal jedoch aus.

Nachtleben
Tromsø ist eine lebendige Stadt mit einem angesagten Kulturprogramm und lebhaften Nachtleben. In Tromsø ist man stolz darauf mehr Kneipen pro Kopf zu haben als irgendeine andere norwegische Stadt. In vielen Pubs kann man auch lecker zu Abend essen (zB. Huken Pub!).


Klima:

Temperaturen:
Wenn man auf der Weltkarte sieht, wie weit nördlich sich diese Stadt befindet, so geht man davon aus, dass es dort immer eisig kalt sein müsste. Dank Golfstrom herrscht hier aber meist trockenes, recht angenehmes Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 2,5 °C. Von Mitte Mai bis Mitte Juli geht in Tromsø die Sonne nachts nicht vollständig unter, dafür geht aber ab Ende November zwei bis drei Monate lang die Sonne nicht auf. Aufgrund der umliegenden Berge taucht die Sonne meist erst wieder im Februar auf. Wenn in jenen drei Monaten eine dicke Wolkendecke über der Stadt hängt, so passiert es nicht selten, dass die Polarnacht ganztägig schwarz ist und kein einziger Lichtstrahl am Himmel zu sehen ist.

Schnee:
Im Sommer, also Juni bis August, ist Tromsø in der Regel schneefrei. Das ist die Zeit, in der es oft auch bis zu 12 Grad warm werden kann. Im September fällt auf den Bergen der erste Schnee. Spätestens Oktober kommt er dann auch ins Tal. 40cm Neuschnee über Nacht ist hier keine Seltenheit. Von unserem Polarlicht-Tourguide haben wir erfahren, dass viele Leute morgens aus den Häusern gerettet werden müssen, da Türen und Fenster oft mit Schneemassen versperrt sind. Was uns auch noch aufgefallen ist: neben den Häusern außerhalb der Stadt sieht man beinahe mehr Traktoren als Autos stehen – verständlich bei diesen Schneemassen. Die Schneehöhe beträgt am Ende des Winters ca. 1,50m. Da im Winter fast jeden Tag ein wenig Schnee fällt und man mit dem Schnee räumen nicht mehr hinterher kommen würde, sind die Gehsteige im Zentrum der Stadt beheizt! Erst nachdem uns diese Info erzählt wurde, fiel uns auf, dass tatsächlich alle Gehwege frei von Eis und Schnee waren, jedoch die Fahrbahnen der Autos meist spiegelglatt und schneebedeckt.
Auch ein Tunnelsystem, das unterirdisch in großem Ausmaß auf der Insel Tromsø verläuft, kommt den Autofahrern bei Schneefall zugute. Das gesamt 6 Kilometer lange Tunnelsystem hat sogar drei Kreisverkehre. Ergänzt wird das Tunnelsystem mit einem riesigen Parkhaus. Verschiedene Ausgänge führen dann nach oben in die Straßen der Innenstadt.

Fun fact zum Tunnelsystem: Am Ende des Tages fährt eine Polizeistreife das Tunnelsystem ab, um verloren gegangene Touristen aus dem unterirdischen Straßensystem zu helfen. Das GPS verabschiedet sich nämlich in den Tunneln und Touristen, die sich auf das Navi verlassen, finden nur schwer wieder hinaus.

Ende Mai schmilzt dann meist der letzte Schnee. Doch auch im hohen Norden spielt das Wetter gerne verrückt und so gab es voriges Jahr am 29. Juni 2019 den letzten Schneesturm bevor dann der Winter endgültig vorüber war.


Zu welcher Jahreszeit nach Tromsø?

Landschaftlich hat Tromsø das gesamte Jahr über einiges zu bieten. Die Kombination von Meer, Berge, Licht und Tierwelt fasziniert wohl zu jeder Jahreszeit. Möchtest du Wale beobachten, die Nordlichter sehen oder eine Schlittenhunde-Tour unternehmen, so reist du am besten im Winter (September bis April) nach Tromsø. Im Sommer kann man viele Wanderungen unternehmen und die Vegetation soll vor allem im Frühling besonders schön sein.


Anreise, Öffis,..etc.

Tromsø hat einen eigenen Flughafen, den du ganz einfach und zudem zu sehr günstigen Preisen über den Flughafen München (4h Direktflug) oder Wien (zB. mit Umsteigen in Oslo, ca. 5,5 Stunden mit Zwischenstopp) erreichen kannst.

Ich hatte mich im Vorhinein schon informiert wie wir vom Flughafen am besten in das 10 Autominuten entfernte Zentrum kommen. Dies sollte lt. Internet mit den öffentlichen Linienbussen am günstigsten sein (und durchaus günstiger als mit dem Airport Express Bus).

Zu unserem Erstaunen fanden wir aber weder im Inneren des Flughafengebäudes noch draußen irgendeinen Hinweis dazu, wo denn die Haltestellen der öffentlichen Linien sind. Verlässt man den Flughafen, so trifft man hier auf eine große Menschenmasse, die versucht irgendwie in den nächsten „Airport Express“ Bus hinein zu kommen. Da wir aber wussten, dass dieser um ein Vielfaches teurer ist als der öffentliche Bus und immerhin fast dieselbe Strecke fährt, haben wir uns dann ein wenig durchgefragt und ein netter Herr hat uns dann den Weg zur Haltestelle der öffentlichen Busse erklärt. Also für alle, die auf die günstigste Art und Weise ins Zentrum gelangen wollen:

Nachdem du das Flughafengebäude beim Hauptausgang verlassen hast, am besten über die Stiege in das darunterliegende Parkhaus gehen – durch dieses Parkhaus ins Freie und dort befindet sich dann an der anderen Straßenseite die Haltestelle „Flypassen“. Dort fährt alle 10min ein Bus (Linie 42) bis ins Stadtzentrum (Fahrtdauer 12min, ca. 5€). Im Stadtzentrum kannst du dann zB. bei der Station „Polaria“ oder „Nerstranda“ aussteigen. Von dort aus erreichst du in der Regel jedes Hotel innerhalb von 15min zu Fuß (sofern es sich im Zentrum befindet).

Selbstverständlich fahren auch Taxis in die Innenstadt (sehr teuer!). Uber gibt es in Tromsø leider nicht.

Tipp für die Öffis in Tromsø:
Während unseres Aufenthalts erhielt ich einen tollen Tipp von einer unserer Followerinnen: Man kann das Ticket mit der App Troms Mobillett im Voraus buchen und so einiges sparen.
Ohne App bezahlten wir für ein Einzelticket (gekauft beim Busfahrer): 6€. Ein Einzelticket via App kostete uns hingegen nur: 3,50€
Wichtig: kauft man ein Ticket via App, so muss dieses gekaufte Ticket binnen der nächsten 1,5h verwendet werden. Danach verfällt es.


Zimmer in Tromsø

..findet man in den unterschiedlichsten Preisklassen. Die Preise starten mit ca. 100€ pro Nacht. Je nachdem wie viel Komfort man wünscht und wie nahe man dem Stadtzentrum sein möchte, desto höher fällt natürlich der Preis aus. Wichtig: Möchte man im Winter hierher kommen, so sollte man frühestmöglich buchen, da die Zimmeranzahl doch recht begrenzt ist und die Hotels mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis sehr schnell ausgebucht sind.

Wir haben im Smarthotel Tromsø geschlafen und 160€ pro Nacht für ein Doppelzimmer bezahlt. Das Zimmer war zwar klein, aber ausreichend und die Lage perfekt, da wir (bis auf den Flughafen natürlich) alles gut zu Fuß erreichen konnten.


Ja, Norwegen ist teuer…

..und daher ist es auch hier in Tromsø kein Leichtes ein Restaurant zu finden, das für uns als „normalpreisig“ gilt. Eine Tasse Kaffee kostet ca. 4 – 5€, eine kleine Flasche Wasser 4€, Bier oder Cider 10€, Burger 15 – 20€. Sparen kann man auf jeden Fall bei den Getränken, denn man kann hier das Leitungswasser ohne Bedenken trinken. Und so füllten wir morgens im Hotel unsere Flaschen mit dem norwegischen Leitungswasser.

Bei einer Tour erfuhren wir, dass auf der Insel Tromsø ein kleines Haus ohne Garten mindestens 500.000€ kostet. Für ein (für unsere Verhältnisse) normalgroßes Haus mit Garten bezahlt man hier 1 Mio €.
Grund für diese hohen Preise ist Platzmangel und Wohnungsnot. Da das Zentrum von Tromsø auf einer Insel liegt, ist der Großteil der Insel schon verbaut und daher gibt es auch keine freien Grundstücke mehr. Mietwohnungen gibt es äußerst selten. Die Kaltmiete bei normal großen Wohnungen beträgt ca. 2000€.

Auch die Hotelpreise sind sehr hoch – in Tromsø noch höher als in der Hauptstadt Oslo, da die Auswahl hier doch sehr begrenzt ist.

Eins ist klar: Norwegen ist zwar eines der teuersten Länder der Welt, dafür erhält man aber ein Vielfaches an unvergesslichen Eindrücken zurück.


Time to say „Ha det Tromsø“

Nach den erlebnisreichen Tagen in Tromsø ging es für uns noch für zwei Tage nach Oslo. Da wir beim Hinflug nachts und zudem bei Schneesturm ankamen, freuten wir uns umso mehr, dass wir beim Rückflug (nun tagsüber) wieder am Fenster Platz nehmen durften. Eine so wahnsinnig schöne Winterlandschaft habe ich selten zuvor gesehen. Überall schneebedeckte Berge und dazwischen Fjorde, die ihre Arme so weit wie möglich ins Landesinnere auszubreiten scheinen. Nach nur 2h Flugzeit hatten wir dann auch schon Oslo erreicht.

Angekommen im Stadtzentrum von Oslo (auch eine schöne Stadt – keine Frage!) hatten wir einen kleinen Kulturschock – auf einmal so viele Leute, zu hohe Häuser, zu viel Lärm. Kaum hatten wir einen Fuß aus dem Bahnhof ins Getümmel Oslos gesetzt, erkannten wir, dass wir nun wieder in der „Realität“, in der Hektik des Alltags, angekommen sind und bemerkten so, dass es Tromsø in nur wenigen Tagen geschafft hatte unser Herz zu erobern und ein kleiner Rückzugsort am Ende der Welt für uns wurde. Am liebsten hätten wir uns in diesem Moment wieder in den Flieger gesetzt, weil wir die Stadt – oder eher das Gefühl, das diese Stadt in der Arktis in einem weckte – schon vermissten. Ha det, auf Wiedersehen, Tromsø – irgendwann sehen wir uns bestimmt wieder!

Wen es nun noch interessiert wie und wo wir die Polarlichter gesehen haben, für den geht’s nun hier (Blogbeitrag Polarlichtsafari) weiter.

Hier noch eine Karte mit allen markierten Orten:

Werbung unbeauftragt | Dieser Beitrag entstand in keinerlei Kooperation mit den angeführten Orten.

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