Wandern am Hochkönig: unsere 3 schönsten Touren rund um Maria Alm, Dienten & Mühlbach
Manchmal braucht es gar keine Fernreise, um dem Alltag für ein paar Tage zu entfliehen. Genau deshalb haben wir uns für einen Kurztrip in die Region Hochkönig entschieden. Rucksack packen, Wanderschuhe schnüren und einfach raus in die Natur. Zwischen den Orten Maria Alm, Dienten und Mühlbach erwartet euch eine der schönsten Bergregionen Österreichs – mit urigen Almen, aussichtsreichen Gipfeln und Wanderwegen, die selbst nach mehreren Tagen noch Lust auf mehr machen.
Was uns besonders gefallen hat: Die Region eignet sich perfekt für einen Kurzurlaub von zwei bis vier Tagen. Egal ob im Sommer oder Winter. Während im Winter die Skifahrer die Pisten erobern, verwandelt sich die Gegend in den warmen Monaten in ein wahres Wanderparadies mit rund 340 Kilometern markierten Wanderwegen. Der mächtige Hochkönig mit seinen 2.941 Metern wacht dabei über die gesamte Region und sorgt fast überall für eine spektakuläre Kulisse.
Die Region Hochkönig – Maria Alm, Dienten & Mühlbach
Die drei Orte Maria Alm, Dienten und Mühlbach bilden das Herzstück der Region Hochkönig. Jeder Ort hat seinen eigenen Charme, gemeinsam bieten sie jedoch alles, was man sich für einen entspannten Bergurlaub wünschen kann: gemütliche Unterkünfte, traditionelle Almhütten, Sommerbergbahnen und unzählige Wanderwege. Besonders praktisch: Viele Wanderungen lassen sich direkt von den Orten oder wenigen Minuten entfernt starten.
Wir wollen euch zeigen, welche Wanderungen uns in dieser Gegend am besten gefallen haben und welche wir euch auf alle Fälle empfehlen würden für einen Urlaub in dieser Region.
Wanderung am Fuße des Hochkönigs – unsere Lieblingstour
14,7 km | 550 Höhenmeter | ca. 5:20 Stunden
Wenn ihr während eures Aufenthalts Zeit für nur eine Wanderung habt, dann würden wir euch genau diese Tour empfehlen.


Gestartet sind wir am Parkplatz beim Arthurhaus, der nur etwa zehn Autominuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. Bereits hier beginnt das Berggefühl. Das Arthurhaus befindet sich auf rund 1.500 Metern Höhe und gilt als einer der bekanntesten Ausgangspunkte für Wanderungen am Hochkönig. Von hier starten zahlreiche Wege durch das Naturschutzgebiet der nördlichen Kalkalpen. Bereits das Panorama vom Parkplatz kann sich sehen lassen: Nordwestlich türmen sich die beeindruckenden Mandlwände auf. Die markanten Kalkfelsen zählen zu den bekanntesten Fotomotiven der Region und begleiten euch während eines Großteils der Wanderung.
Zunächst wanderten wir ins wunderschöne Riedingtal. Besonders die Riedinger Wasserfälle haben uns überrascht. Das Tal wirkt fast unberührt und vermittelt genau dieses Gefühl, das man sich von einer Auszeit in den Bergen erhofft: Idylle und Naturschönheit.
Über die Schartenhütte und die Molteraualm wanderten wir schließlich weiter zur Brandstätthütte – alle drei bieten einen einen traumhaften Blick auf die umliegenden Berge und eignen sich perfekt für eine ausgedehnte Pause.
Was uns an dieser Tour besonders gefallen hat: Es ist keine Wanderung, bei der man möglichst schnell Kilometer sammelt, sondern eine echte Genusswanderung. Entlang der Strecke laden gleich mehrere urige Almen und Hütten zu einer Pause ein. Nehmt euch dafür unbedingt Zeit, denn gerade die regionalen Schmankerl gehören für uns zu einem gelungenen Wandertag einfach dazu. Ob eine herzhafte Brettljause, hausgemachte Bauernkrapfen oder eine kühle Buttermilch auf der Sonnenterrasse – die Einkehrmöglichkeiten machen diese Tour noch einmal besonders abwechslungsreich. Gerade die Kombination aus beeindruckender Bergkulisse, gemütlichen Hütten und den vielen Aussichtspunkten sorgt dafür, dass der Weg hier ganz klar das Ziel ist.






Der Rückweg führte uns über die Windraucheggalm (Empfehlung: Bauernkrapfen!) zurück zum Arthurhaus. Eine abwechslungsreiche Rundwanderung mit Almromantik, Wasserfällen und ständig wechselnden Ausblicken – genau so stellen wir uns einen perfekten Wandertag vor.
Und hat man noch immer nicht genug Hüttenluft geschnuppert, so könnte man zurück am Ausgangspunkt noch in Richtung Nordosten zur Mitterfeldalm spazieren.
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Wanderung zur Bürglalm – Kaiserschmarrn mit Aussicht
8,8 km | 440 Höhenmeter | ca. 2 Stunden
Nicht jede Wanderung muss besonders lang oder anspruchsvoll sein. Manchmal reicht schon eine gemütliche Tour mit einer richtig guten Einkehr. Genau das erwartet euch bei der Wanderung zur Bürglalm.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Talstation der Zachhofalmbahn. Von dort führt ein gut ausgeschilderter Wanderweg durch Almwiesen und lichte Waldabschnitte stetig bergauf. Der Anstieg ist angenehm zu gehen und eignet sich perfekt für alle, die eine eher gemütliche Halbtagestour suchen. Immer wieder öffnen sich schöne Ausblicke auf die umliegende Bergwelt rund um Dienten und den Hochkönig. Nach etwa einer Stunde erreicht ihr schließlich die Bürglalm auf knapp 1.600 Metern Seehöhe.
Schon beim ersten Blick versteht man, warum die Alm zu den beliebtesten Einkehrzielen der Region zählt. Die urige Hütte befindet sich seit über 100 Jahren im Familienbesitz und liegt in traumhafter Lage mit einem beeindruckenden Rundumblick auf die Hohen Tauern, die Dientner Grasberge, die Leoganger Steinberge und das imposante Steinerne Meer. Auf der sonnigen Terrasse könnte man sicherlich mehrere Stunden verbringen.
Kulinarisch wird hier großer Wert auf Regionalität gelegt und viele Zutaten stammen direkt aus der Umgebung. Die Alm gehört zu den bekannten Kräuteralmen der Hochkönig-Region und serviert neben regionalen Schmankerln, hausgemachten Mehlspeisen und Wildspezialitäten vor allem einen Kaiserschmarrn, der weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt geworden ist, denn dieser Kaiserschmarrn wurde sogar vom TV-Format Galileo zum „besten Kaiserschmarrn des Landes“ gekürt. Mittlerweile ist er fast schon eine kleine Attraktion für sich und viele Wanderer kommen allein deshalb auf die Bürglalm. Nach unserer Einkehr können wir zumindest sagen: Der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht.


Wer eine eher kurze Wanderung sucht, Genusswandern liebt und dabei eine der bekanntesten Almhütten am Hochkönig kennenlernen möchte, sollte diese Tour unbedingt einplanen.
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Hochkeil – kleiner Gipfel, großes Panorama
6 km | 284 Höhenmeter | ca. 2:05 Stunden
Wenn ihr auf der Suche nach einer eher kurzen Wanderung seid, die trotzdem mit einem richtig großen Bergpanorama überrascht, solltet ihr den Hochkeil unbedingt auf eure Liste setzen. Die Tour startet beim Arthurhaus auf rund 1.500 Metern Seehöhe und führt über den gut ausgeschilderten Weg Nr. 84 hinauf zum Gipfel. Mit knapp 285 Höhenmetern ist der Anstieg für jedermann gut machbar und auch für einen halben Wandertag ideal. Oben angekommen wartet auf 1.783 Metern das Gipfelkreuz – und vor allem eine Aussicht, die sich sehen lassen kann.
Der Weg hinauf führt zunächst durch die offene Alm- und Berglandschaft und schon während des Aufstiegs wird der Blick auf den Hochkönig immer beeindruckender. Je höher wir kamen, desto weiter wurde das Panorama. Und genau das macht die Tour so besonders: Man muss gar nicht stundenlang unterwegs sein, um echtes Gipfelgefühl zu bekommen.
Der Spiegelsee – unbedingt einen Abstecher machen!
Ein besonderes Highlight der Tour liegt sogar noch vor dem Gipfel. Wir empfehlen euch unbedingt, einen kleinen Abstecher zum “Spiegelsee” einzuplanen, der zwar eher einem Tümpel gleicht, aber sich definitiv sehen lassen kann: Bei Windstille spiegelt sich darin das mächtige Hochkönigmassiv mit seinen markanten Mandlwänden – ein unglaublich schönes Fotomotiv und einer dieser Momente, bei denen man gerne ein bisschen länger stehen bleibt. Der See ist übrigens auch ein beliebtes Ziel für Sonnenaufgangswanderungen zum Hochkeil.
Oben am Hochkeil angekommen, wird die Aussicht dann noch einmal richtig spektakulär. Vor euch breitet sich ein beeindruckendes Bergpanorama aus: Ihr blickt auf die Gipfel und Felsen der Hohen und Niederen Tauern, das Tennengebirge und natürlich auf den Hochkönig mit seinen markanten Mandlwänden. Gerade weil der Hochkeil selbst vergleichsweise unkompliziert zu erreichen ist, fanden wir das Verhältnis zwischen Aufwand und Aussicht hier wirklich genial.
Unterkunft am Hochkönig
Unser Ausgangspunkt war das idyllische Reith-Gut in Mühlbach am Hochkönig, das nur wenige Minuten von vielen Wanderungen der Region entfernt liegt. Die ruhige Lage mitten in der Bergwelt macht die Unterkunft zum perfekten Rückzugsort nach einem aktiven Tag am Berg.
Die Inhaberin ist ausgesprochen nett und zuvorkommend, die Zimmer passend zur Region urig und bietet einen traumhaften Blick auf den Hochkönig.
Ein echtes Highlight war außerdem das Frühstück: Frische regionale Produkte, eine große Auswahl und alles, was man für einen gelungenen Start in den Tag braucht. So konnten wir bestens gestärkt in das nächste Wanderabenteuer rund um den Hochkönig starten.


Unser Fazit zum Hochkönig
Der Hochkönig überrascht uns jedes Mal wieder mit seiner Vielseitigkeit. Innerhalb weniger Tage kann man Wasserfälle entdecken, urige Almen besuchen, Gipfel erklimmen und dabei immer wieder dieses beeindruckende Panorama genießen.
Wer einen Kurzurlaub sucht, bei dem Wandern, Erholung und Genuss im Mittelpunkt stehen, sollte die Region Hochkönig definitiv auf die Liste setzen. Für uns war es genau die Auszeit, die wir gebraucht haben – und ganz bestimmt nicht unser letzter Besuch.
Häufige Fragen zum Wandern am Hochkönig
Wie hoch ist der Hochkönig?
Der Hochkönig ist mit 2.941 Metern der höchste Berg der Berchtesgadener Alpen. Er prägt die gesamte Region rund um Maria Alm, Dienten und Mühlbach und ist von fast jedem Wanderweg aus zu sehen.
Wo starten die Wanderungen am Hochkönig?
Zwei unserer drei Touren starten am Parkplatz Arthurhaus (Mandlwandstraße 110, Mühlbach am Hochkönig) auf rund 1.500 Metern Seehöhe. Die Wanderung zur Bürglalm beginnt an der Talstation der Zachhofalmbahn in Dienten am Hochkönig.
Was kostet das Parken beim Arthurhaus?
Der Parkplatz beim Arthurhaus ist kostenpflichtig, der Parkautomat steht in einem Container direkt am Parkplatz. Bei einer Konsumation ab 20 Euro im Arthurhaus oder in der Schweizerhütte werden 10 Stunden Parkzeit auf dem Chip gutgeschrieben.
Welche Wanderung am Hochkönig ist auch mit Kindern machbar?
Der Hochkeil: 6 Kilometer, 284 Höhenmeter und rund 2 Stunden Gehzeit. Oben wartet auf 1.783 Metern das Gipfelkreuz, unterwegs lohnt der kurze Abstecher zum Spiegelsee.
Wann ist die beste Zeit zum Wandern am Hochkönig?
Die Sommersaison läuft etwa von Juni bis Oktober. Wir waren im August unterwegs und hatten auf allen drei Touren durchgehend freie Wege.
Welche Alm hat den besten Kaiserschmarrn am Hochkönig?
Die Bürglalm in Dienten. Ihr Kaiserschmarrn wurde vom TV-Format Galileo zum besten Kaiserschmarrn des Landes gekürt und ist inzwischen fast eine eigene Attraktion.
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