Wanderung zum Prielschutzhaus in Hinterstoder
Gehzeit hin & retour: 4,5h
Strecke: gesamt 13,26km
Höhenmeter: 810m (höchster Punkt: 1.427m)
Start: Parkplatz Polsterlucke
Ziel: Prielschutzhaus
Schwierigkeitsgrad: 2,5 von 5
Einkehrmöglichkeit am Berg: Prielschutzhaus
Das Stodertal rund um Hinterstoder zählt für uns definitiv zu den schönsten Wanderregionen in Oberösterreich. Umgeben von imposanten Bergen, glasklaren Bächen und dichten Wäldern bietet die Region unzählige Möglichkeiten für gemütliche Wanderungen, aber auch anspruchsvolle Bergtouren.
Dieses Mal führte uns unsere Tour zum Prielschutzhaus – einer traumhaft gelegenen Schutzhütte am Fuße des Großen Priels. Die Wanderung überzeugt vor allem durch die abwechslungsreiche Landschaft, die beeindruckende Bergkulisse und den wunderschönen Weg durch Wälder, vorbei an Wasserfällen und kleinen Höhlen.
Ausgangspunkt & Parkmöglichkeiten
Für die Wanderung gibt es mehrere sinnvolle Parkmöglichkeiten in Hinterstoder:
- Parkplatz Schiederweiher (ca. 1,5km nach dem Ortszentrum beim Johannishof) – gebührenpflichtig, derzeit maximale Parkdauer 6 Stunden
- Parkplatz Sportplatz (ca. 1,4km nach dem Ortszentrum) – gebührenpflichtig
- Parkplatz Polsterlucke (ca. 3,3km nach dem Ortszentrum) – gebührenpflichtig
Unsere Empfehlung ist ganz klar der Parkplatz Polsterlucke, da man sich dadurch ein gutes Stück Weg erspart und direkt in die Wanderung starten kann.
Die Route
Vom Parkplatz führt zunächst eine breite Forststraße gemütlich bergauf. Der erste Abschnitt dauert ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde und verläuft vorbei am Gasthaus Polsterstüberl bis zur Materialseilbahn des Prielschutzhauses.
Auch wenn dieser Teil noch relativ einfach ist, begeistert die Umgebung bereits mit einer traumhaften Kulisse. Die mächtigen Berge des Toten Gebirges rücken immer näher und sorgen schon früh für echtes Bergfeeling.
Ab der Materialseilbahn beginnt dann der eigentliche Wanderweg. Von hier geht es in zahlreichen Serpentinen stetig bergauf Richtung Prielschutzhaus.


Der Weg selbst ist durchaus abwechslungsreich. Besonders beeindruckend finden wir den Bereich rund um den Klinser Wasserfall, wo das Wasser tosend über die Felsen stürzt und für eine richtig schöne Atmosphäre sorgt.
Danach führt die Wanderung vorbei am großen und kleinen Ofen – zwei kleine Höhlenformationen entlang des Weges – weiter zum sogenannten „Gott-sei-Dank-Bankerl“. Spätestens hier lohnt sich eine kurze Pause, denn die Aussicht auf die umliegende Bergwelt ist einfach wunderschön.
Kurz darauf erreicht man die idyllische Märchenwiese. Der Name passt hier wirklich perfekt, denn die Landschaft wirkt fast wie aus einem Bilderbuch. Von dort ist es dann nicht mehr weit bis zum Prielschutzhaus.
Das Prielschutzhaus
Auf 1.420 Metern angekommen erwartet euch das wunderschön gelegene Prielschutzhaus mit seiner großen Sonnenterrasse und einer beeindruckenden Bergkulisse. Besonders der Blick auf den Großen Priel und die umliegenden Gipfel des Toten Gebirges ist einfach gigantisch.
Das Prielschutzhaus wird vom Alpenverein betrieben und ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Tageswanderer, sondern auch Ausgangspunkt für anspruchsvolle Bergtouren und Mehrtagestouren.


Die Bewirtung erfolgt im Selbstbedienungsbereich, wodurch alles angenehm unkompliziert abläuft. Gestärkt ging es anschließend wieder über denselben Weg retour ins Tal.
Für Sportliche: Weiter auf den Großen Priel
Wer noch genügend Energie hat und eine anspruchsvolle Bergtour sucht, kann das Prielschutzhaus auch als Ausgangspunkt für weitere Gipfeltouren nutzen. Besonders beliebt sind die Touren auf den Großen Priel – den höchsten Berg Oberösterreichs – sowie auf die Spitzmauer.
Diese Touren sind allerdings deutlich alpiner und nur für erfahrene Berggeher geeignet. Oft werden diese Touren auf zwei Tage aufgeteilt gemacht indem man am Prielschutzhaus schläft und von dort am zweiten Tag weitergeht.
Fazit: Traumhafte Wanderung für die ganze Familie
Die Wanderung zum Prielschutzhaus hat uns wirklich begeistert. Die Kombination aus gemütlichen Waldwegen, Wasserfällen, Höhlen und der beeindruckenden Bergkulisse macht die Tour unglaublich abwechslungsreich.
Obwohl die Strecke mit über 13 Kilometern nicht ganz kurz ist, ist die Wanderung technisch nicht besonders schwierig und auch nicht gefährlich. Wer gerne etwas länger unterwegs ist, kann die Tour daher durchaus auch mit Kindern bzw. der Familie machen.
Vor allem die wunderschöne Landschaft und die entspannte Atmosphäre am Prielschutzhaus machen diese Wanderung zu einem echten Highlight in Hinterstoder.
Tipps für deine Wanderung:
✔ Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst
✔ Ausrüstung: Feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung und ausreichend Wasser
✔ Extra-Tipp: Ein Besuch beim Schiederweiher oder ein Abstecher ins Ortszentrum von Hinterstoder lohnt sich perfekt nach der Wanderung!
Noch mehr Hüttenwanderungen in Oberösterreich? Dann schau dir auch unsere Wanderung zur Gowilalm in der Pyhrn-Priel-Region an – mit 7,3 km und 500 Höhenmetern deutlich kürzer.
Häufige Fragen zur Wanderung zum Prielschutzhaus
Wie lange dauert die Wanderung zum Prielschutzhaus?
Für die Wanderung zum Prielschutzhaus solltest du hin und retour rund 4,5 Stunden einplanen. Die Strecke ist insgesamt 13,26 km lang, es sind 810 Höhenmeter zu bewältigen und der höchste Punkt liegt auf 1.427 m.
Wo parkt man für den Zustieg zum Prielschutzhaus?
Am besten am gebührenpflichtigen Parkplatz Polsterlucke, rund 3,3 km nach dem Ortszentrum von Hinterstoder – von dort startest du direkt in die Wanderung. Alternativen sind der Parkplatz Schiederweiher (ca. 1,5 km nach dem Ortszentrum, derzeit maximal 6 Stunden Parkdauer) und der Parkplatz Sportplatz (ca. 1,4 km).
Ist die Wanderung zum Prielschutzhaus auch für Kinder geeignet?
Ja. Die Tour ist technisch nicht besonders schwierig und auch nicht gefährlich – wir bewerten den Schwierigkeitsgrad mit 2,5 von 5. Mit über 13 Kilometern ist sie aber nicht ganz kurz, deshalb eignet sie sich vor allem für größere Kinder und Familien, die gerne etwas länger unterwegs sind. Wer es kürzer mag, ist bei unserer Wanderung zur Gowilalm gut aufgehoben – 7,3 km, 500 Höhenmeter und ebenfalls eine bewirtschaftete Hütte am Ziel.
Wie hoch liegt das Prielschutzhaus und kann man dort einkehren?
Das Prielschutzhaus liegt auf 1.420 m am Fuße des Großen Priels und wird vom Alpenverein betrieben. Es hat eine große Sonnenterrasse mit Blick auf den Großen Priel und die Gipfel des Toten Gebirges. Die Bewirtung läuft über einen Selbstbedienungsbereich, das Essen hat uns richtig gut geschmeckt.
Wann hat das Prielschutzhaus geöffnet und muss man reservieren?
Die Hütte ist im Sommer bewirtschaftet. Außerhalb der Saison steht ein Winterraum zur Verfügung. Für eine Übernachtung solltest du vorab reservieren – die aktuellen Zeiten findest du auf prielschutzhaus.com.
Kann man vom Prielschutzhaus auf den Großen Priel weitergehen?
Ja, das Prielschutzhaus ist der klassische Ausgangspunkt für die Touren auf den Großen Priel – den höchsten Berg Oberösterreichs – und auf die Spitzmauer. Beide sind deutlich alpiner und nur für erfahrene Berggeher geeignet. Meist werden sie als Zweitagestour mit Übernachtung auf der Hütte gemacht.
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