Kärnten: Die schönsten Ausflüge, Wanderungen & Tipps für 4 Tage Urlaub am Millstätter See
Nach unseren Flugreisen nach Kambodscha, Singapur und an die Algarve 2026 hatten wir diesen Sommer wieder einmal Lust auf das, was direkt vor unserer Haustür liegt: Österreich.
Gemeinsam mit HOFER REISEN durften wir Anfang Juli vier Tage am wunderschönen Millstätter See in Kärnten verbringen. Der türkis schimmernde See, die umliegenden Berge, die entspannte Atmosphäre und die vielen Möglichkeiten für aktive Urlaubstage machen die Region attraktiv für eine Erholungs- & Aktivreise.
In den folgenden Tagen standen Radtouren entlang des Sees, Wanderungen auf der Millstätter Alpe, eine ausgedehnte SUP-Tour, traumhafte Sonnenuntergänge und sogar ein Abstecher zum Weißensee auf unserem Programm.
Welche Aktivitäten wir euch besonders empfehlen können, erzählen wir euch in diesem Blogbeitrag.


Informationen zum Millstätter See
Millstätter See mit dem Fahrrad erkunden
Wanderung zum Granattor
Stand-Up-Paddeln am Millstätter See
Seeblickrunde bei Sonnenuntergang
Ausflug zum Weißensee
Unterkunftstipp von uns
Informationen zum Millstätter See
Der Millstätter See liegt auf rund 588 Metern Seehöhe in Kärnten und zählt mit einer Fläche von etwa 13 Quadratkilometern zu den größten Seen des Bundeslandes. Gleichzeitig ist er mit rund 141 Metern der tiefste und wasserreichste See Kärntens.
Was uns aber viel mehr beeindruckt hat als jede Zahl, war die Atmosphäre rund um den See.
Während viele bekannte Seen in den Sommermonaten oft überlaufen wirken, fühlte sich der Millstätter See für uns überraschend entspannt an. Das glasklare Wasser, die bewaldeten Hänge der umliegenden Berge und die vielen ruhigen Plätze entlang des Ufers schaffen eine besondere Kulisse für einen Sommerurlaub in Österreich.
Besonders gefallen hat uns die Vielseitigkeit der Region. Egal ob ihr gerne wandert, sportlich auf dem Rad unterwegs seid, Zeit am Wasser verbringt, oder einfach nur die Natur genießen möchtet – rund um den Millstätter See findet ihr unzählige Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Urlaub, weshalb wir euch unsere Highlights vorstellen wollen:
Things-To-Do:
1. Den Millstätter See mit dem Fahrrad umrunden
Eine der schönsten Möglichkeiten, die Region kennenzulernen, ist eine Runde mit dem Fahrrad um den See. Mit Gravelbike, E-Bike oder Mountainbike folgt man größtenteils dem beliebten R2B-Radweg entlang des Ufers. Die klassische Runde umfasst etwa 28 Kilometer und rund 220 Höhenmeter und eignet sich dadurch auch hervorragend für Genussradler.
Wir waren mit dem Rennrad unterwegs. Hier muss man beachten, dass das Südufer teilweise über Forstwege verläuft und deshalb nicht ideal für schmale Rennradreifen ist. Wir entschieden uns daher für eine etwas größere Runde von Seeboden über Spittal an der Drau und Ferndorf zurück nach Döbriach.
Dadurch kamen wir am Ende auf gesamt rund 46 Kilometer und knapp 600 Höhenmeter.
Die zusätzlichen Anstrengungen wurden allerdings belohnt: Kurz vor Döbriach eröffnete sich bei der Abfahrt ein traumhafter Blick auf den Millstätter See, der uns definitiv in Erinnerung bleiben wird.
Tipp: Café KAP 4613 in Millstatt
Während eurer Radtour solltet ihr unbedingt einen Zwischenstopp beim Café KAP 4613 direkt am Ufer in Millstatt einlegen. Bei Kaffee, Kuchen oder einem erfrischenden Getränk genießt man hier einen herrlichen Blick auf den See.




2. Wanderung zum Granattor – eines der Wahrzeichen der Region
Eine Wanderung zum Granattor zählt zu den absoluten Klassikern rund um den Millstätter See.
Unser Ausgangspunkt war die Lammersdorfer Hütte. Erreichen könnt ihr die Hütte bequem mit dem Auto über die mautpflichtige Almstraße. 9 Euro pro Fahrzeug beträgt hier die Gebühr. Von dort starteten wir unsere Rundwanderung über den Lammersdorfer Berg zum Granattor, weiter zur Obermillstätter Alm und anschließend über den Enzian-Granatsteig zurück zur Hütte.
Die Tour ist technisch nicht besonders schwierig, bietet aber auf den rund 11 Kilometern immer wieder fantastische Ausblicke auf die sanften Nockberge und den tiefblauen Millstätter See.
Wie lange dauert die Wanderung zum Granattor?
Je nach Variante sollte man sich auf etwa 3 bis 4 Stunden Gehzeit und rund 550 Höhenmeter einstellen.
Link zur Wanderroute: HIER





Woher kommt der Name Granattor?
Das Granattor wurde 2009 auf 2.060 Metern Seehöhe errichtet und ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen der Region. Seine mit Granatgestein gefüllten Pfeiler erinnern an das größte Granatvorkommen der Alpen, das sich in der Millstätter Alpe befindet. Der rubinrote Edelstein wurde hier früher sogar abgebaut und unter anderem als „Böhmischer Granat“ verarbeitet.
Schon von Weitem wirkt das Tor beeindruckend. Richtig besonders wird es aber erst, wenn man hindurchgeht. Plötzlich eröffnet sich ein Panorama, das seinesgleichen sucht: Tief unten liegt der Millstätter See, dahinter erheben sich die Gipfel der Hohen Tauern. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zum Großglockner, den Karawanken und den Karnischen Alpen.
Kein Wunder also, dass das Granattor zu den beliebtesten Fotospots Kärntens zählt.
Unsere Empfehlung: Nehmt unbedingt selbst an heißen Tagen zur Sicherheit eine dünne Windjacke mit. Ihr befindet euch auf über 2000 Höhenmetern und der Wind kann hier für relativ kühle Temperaturen sorgen.
Einkehr auf der Lammersdorfer Hütte
Nach der Wanderung freuten wir uns auf die verdiente Einkehr bei der Lammersdorfer Hütte. Urig, gemütlich und genau so, wie man sich eine Kärntner Almhütte vorstellt. Dort probierten wir übrigens zum ersten Mal Bauernkrapfen mit Sauerkraut. Zugegeben: Die Kombination klang zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Nach dem ersten Bissen waren wir aber überzeugt – definitiv eine Empfehlung für alle, die regionale Spezialitäten ausprobieren möchten.
3. Stand-Up-Paddeln auf dem Millstätter See
Wer sich am Millstätter See aufhält, sollte natürlich auch Zeit direkt am Wasser einplanen. Dank der hervorragenden Wasserqualität und der meist ruhigen Bedingungen eignet sich der See perfekt zum Stand-Up-Paddeln.
Viele Hotels verfügen über eigene Badeplätze. Sollte eure Unterkunft keinen direkten Seezugang besitzen, gibt es rund um den See zahlreiche öffentliche Strandbäder und Badeplätze.
Wir starteten mit unseren SUPs in Döbriach und paddelten bis nach Millstatt und wieder retour, eine Strecke von 10,5 Kilometern, die in rund zweieinhalb Stunden gut machbar ist. Besonders beeindruckt hat uns die Ruhe auf dem See. Das Wasser war nahezu spiegelglatt und machte die Tour zu einem echten Genuss.



Tipp: Eisbecher beim Restaurant Sittlinger
Diesen Tipp haben wir von unseren Instagram-Followern erhalten und können ihn mittlerweile selbst uneingeschränkt weiterempfehlen. Wenn ihr einen Badetag am See verbringt, solltet ihr euch einen Eisbecher beim Strandbad beziehungsweise Restaurant Sittlinger gönnen falls ihr hier in der Nähe seid. Wir haben selten zuvor so große, schön angerichtete und gleichzeitig leckere Eisbecher serviert bekommen.

4. Die Seeblickrunde bei Sonnenuntergang
Manchmal sind es die kleinen Wanderungen, die besonders in Erinnerung bleiben. Genau so ging es uns bei der Seeblickrunde. Die Strecke startet direkt im Zentrum von Döbriach und führt zunächst zum „Weißen Felsen“ (erster Aussichtspunkt) und dann weiter zur Orchideenwand. Anschließend gelangt man zum Bodnerhof, wo sich ein ganz besonderer Getränkebrunnen befindet. Hier können Wanderer gekühlte Getränke in Selbstbedienung direkt aus dem Brunnen entnehmen. Tolle Idee und sehr liebevoll gestaltet.
Gestärkt ging es weiter Richtung Glanz und dann am Wanderweg durch den Wald wieder zum See hinunter. Kurz vor der Wald-Passage befindet sich eine große Sonnenliege, die mit etwas Glück zum Füße hochlagern frei ist. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf den Millstätter See und die dahinter gelegene Gebirgskette.
Unser Tipp: Plant diese Wanderung unbedingt zum Sonnenuntergang. Eine bessere Sicht in so ruhiger Lage werdet ihr nicht finden.
Wenn die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet und den See in goldenes Licht taucht, entsteht eine Stimmung, die man nur schwer in Worte fassen kann.




5. Ausflug zum Weißensee
Etwa eine Stunde vom Millstätter See entfernt liegt auf mehr als 900 Metern Seehöhe mit dem Weißensee ein weiteres Naturjuwel Kärntens.
Wir sind zum Ostufer des Sees gefahren. Hier gibt es einen sehr großen Parkplatz, der ab der zweiten Stunde 2 Euro pro Stunde Parkgebühr kostet, maximal jedoch 8 Euro am Tag.
Nach ein paar Schritten vom Parkplatz zum See fiel uns schon die intensiv türkisgrüne Farbe des Wassers auf. Nicht umsonst gilt der Weißensee als Karibik Österreichs und als einer der schönsten Bergseen Österreichs.
Viele Besucher erkunden den See mit dem Stand-Up-Paddle-Board oder verbringen entspannte Stunden am Wasser.
Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung entlang des Ufers.
Vom Parkplatz aus absolvierten wir eine etwa sechs Kilometer lange Runde mit rund 110 Höhenmetern, für die man ungefähr zwei Stunden einkalkulieren sollte.
Nach dem öffentlichen Badeplatz führt der Weg zunächst nach rechts und leicht bergauf. Nach rund 2,6 Kilometern zweigt ein Weg nach links Richtung See ab. Von hier geht es dann wieder bergab.
Besonders die erhöhten Aussichtspunkte entlang der Strecke sind ein Highlight, da die beeindruckende türkise Farbe des Wassers von oben noch besser zur Geltung kommt.




Unsere Unterkunft: Hotel zur Post in Döbriach
Während unseres Aufenthalts wohnten wir im familiengeführten Hotel Zur Post im Ortszentrum von Döbriach.
Schon bei der Ankunft spürt man, dass Gastfreundschaft hier großgeschrieben wird.
Die Zimmer sind sauber, gemütlich eingerichtet und bieten alles, was man für einen entspannten Aufenthalt benötigt.
Besonders begeistert hat uns die Kulinarik. Sowohl das reichhaltige Frühstücksbuffet als auch die Abendessen im hoteleigenen Restaurant „Postskriptum“ waren hervorragend.
Für Radfahrer gibt es einen eigenen Fahrradraum inkl. Reinigungs- und Reparatur-Möglichkeit. Familien freuen sich zusätzlich über einen Spielplatz und einen kleinen Streichelzoo.
Der See selbst befindet sich nur wenige Minuten entfernt. Das Hotel verfügt dort über ein eigenes Strandbad mit Steg, Buffetbereich, Tischtennistisch und Volleyballplatz – ein perfekter Ort, um entspannte Stunden direkt am Wasser zu verbringen.
Das Hotel Zur Post war für unseren Kurzurlaub die ideale Ausgangsbasis.




Ihr habt nun gelesen, wie zahlreich und vielfältig die Möglichkeiten rund um den Millstätter See sind, weshalb natürlich auch die Auswahl an Unterkünften groß ist.
Passende Angebote für euren Urlaub am Millstätter See findet ihr bei HOFER REISEN.
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Fazit
Wenn wir an unseren Aufenthalt zurückdenken, fallen uns sofort die vielen kleinen Momente ein:
Der erste Blick auf den See während unserer Rennradtour. Der überraschend leckere Bauernkrapfen mit Sauerkraut auf der Lammersdorfer Hütte. Das ruhige Gleiten mit dem SUP über das spiegelglatte Wasser. Der Sonnenuntergang bei unserer Seeblickrunde. Und natürlich die beeindruckende türkise Farbe des Weißensees.
Genau diese Mischung macht für uns den Reiz der Region aus.
Am Millstätter See müsst ihr euch nicht zwischen Aktivurlaub und Entspannung entscheiden. Ihr könnt morgens auf einen Berg wandern, danach zum Abkühlen in den See springen, nachmittags eine Radtour unternehmen und den Tag bei einem Sonnenuntergang am Wasser ausklingen lassen.
Falls ihr also noch auf der Suche nach einem Urlaubsziel für den Sommer seid, solltet ihr Kärnten und insbesondere die Region rund um den Millstätter See unbedingt auf eure Liste setzen.
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